Young Legionnaire – Crisis Works

von Pynchon am 10. Mai 2011

in Musik!

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Fans von Bloc Party, die sich nach der Band-Ankündigung von 2009, fortan keine Konzerte mehr spielen zu wollen, verzweifelt gefragt haben, was denn nun aus Bassist Gordon Moakes werden mag, seien nun nach knapp zwei Jahren mit dem Hinweis beruhigt, dass es ihn zu den Young Legionnaire verschlagen hat, wo er gemeinsam mit Paul Mullen, Sänger von The Automatic, einen wuchtigen Sound mit kreischender Gitarre und vermöbelten Schlagzeug serviert, den man als klassischen Indie-Rock mit einigen Ausflügen in den Post-Hardcore einordnen kann.

Der Titel „Crisis Work“ bezieht sich übrigens auf die aktuelle Weltwirtschaftskrise, abgesehen davon klingt das Album jedoch gar nicht sonderlich up-to-date. Man kriegt halt grundsoliden Rock serviert, der so auch schon vor zehn-fünfzehn Jahren feilgeboten wurde. Die energiestrotzenden Tempo-Stücke wie „Twin Victory“, „Numbers“ oder „Blood Dance“ klingen abwechselnd nach den Queens of the Stone Age, Stone Temple Pilots oder At the drive-in, was einerseits nicht schlecht ist, weil das durchaus respektable, teils großartige Vorbilder sind, aber nach ein paar Stücken stellt sich bei mir der Eindruck vom einst großartigen Kaffee ein, der inzwischen leider zum wiederholten Male aufgewärmt wurde. Hört sich alles irgendwie nicht nach einer neuen Band an, und schon gar nicht nach einem frischen Debüt.

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