Yelle – Safari Disco Club

von Pynchon am 22. März 2011

in Musik!

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Sacrebleu! Was vernehmen da meine frankophilen Ohren? Eine französische Chanteuse, die zu einem energiegeladenen Disco-Dance-Elektro-Mix mit einnehmend süßer Stimme loslegt und es offensichtlich auf die 80s-Revival-Welle abgesehen hat. Stimmt schon, der zeittypische Synthie-Sound dominiert hier ebenso wie bei Elly „La Roux“ Jackson, aber Julie Budet – so heißt die Dame – ist mitnichten eine schnöde Nachahmerin, sondern schon seit gut fünf Jahren dabei, also länger als Misses Jackson.

Was aber streng genommen auch egal ist, weil Yelle das Rad natürlich auch nicht neu erfindet, sondern sich der etablierten Versatzstücke bedient und munter drauflos tüftelt, bis es tanzbar ist. Und das funktioniert erstaunlich gut und erinnert mich in seiner leicht anarchisch angehauchten Drauflos-Mentalität an M.I.A. Klar, der französische Gesang tut für mich sein übriges und kommt einfach verdammt charmant rüber, aber auch rein musikalisch lasse ich mir das gern gefallen, weil es energiegeladen, gekonnt Retro ist und zudem genau die Spur schräg, die ich mir von einem Safari Disco-Club erwarte. In punkto Schrägsein kommen mir beim andächtigen Lauschen übrigens auch Cansei de ser Sexy in den Sinn. Die konnten nach ihrem gleichnamigen, tollen Debüt von 2006 leider nicht mehr adäquat nachlegen, aber die Yelle wird sich schon machen.

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