Woven Hand – Ten Stones

von Benjamin am 4. Oktober 2008

in Musik!

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David Eugene Edwards (DEE) macht tolle apokalyptische Musik. Mit seiner ehemaligen Band 16 Horsepower eher im Country-Bereich und mit Woven Hand eher in Popstrukturen, wobei man das nicht so abgrenzen kann. Wie bei 16 Horsepower finden sich bei Woven Hand die düsteren, fast schon depressiven Texte und natürlich DEEs böse durchdringende Stimme im Mittelpunkt.

Schmeißt man die neue Woven Hand in den CD-Spieler, dann ist man direkt in den apokalyptischen Visionen: „Beautiful the axe that flies at me“ heißt es im Refrain des Opener. Ja, wem Nick Cave zu fröhlich ist, der ist hier gut aufgehoben. Allerdings gibt es einen Song mit dem erfreulichen Refrain „I was lost and lonely/ Believin’ life was only a bitter tragic joke/ I found with you the meaning of existence/ My love.“ Klingelt’s? Klar, das ist das berühmte „Quiet Nights of quiet Stars“, jener Bossa Nova aus der Feder von Jobim Less, den wahrscheinlich alle in der Interpretation von Frank Sinatra im Ohr haben. Konnte man sich auch nicht vorstellen, dass DEE so einen Text schreibt. Mit dem anschließen „Kicking Bird“ wird dem Zuhörer wieder ein Weltuntergangsszenario präsentiert. Insgesamt findet sich düsterer Krach, der irgendwie mehr nach Indie-Rock klingt als (Death-)Country, obwohl Folk und Country nicht zu kurz kommen. Aber das hört sich gut an. Vor allem, weil DEE inzwischen auch mehr singt als nur seine apokalyptischen Visionen zu predigen. Düster bleibt das ganze trotzdem. Und vor allem: Es ist gut!

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