Wolf Parade – At Mount Zoomer

von am 7. Juni 2008

in Musik!

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Dass sich Kanada in den letzten Jahren zu einer Brutstätte begnadeter Indie-Folk-Rocker entwickelt hat ist spätestens seit The Arcade Fire niemandem neu. Das Faszinierendste an der Musiklandschaft ist wohl, dass sich offensichtlich all diese Bands unter einander kennen und in verschiedenen Besetzungen mal bei der ein oder anderen Band auch Mitglied waren, so hat auch beispielsweise der Drummer von Wolf Parade vorher auf dem The Arcade Fire Debüt beim Song „Wake Up“ getrommelt – Gitarrist und Keyboarder waren zuvor Mitglieder der Frog Eyes. So war der Erfolg des 2005er Wolf Parade Debütalbums „Apologies to the Queen Mary“ eigentlich auch vorprogrammiert.

Wölfe sind bekanntlich Rudeltiere, so machen Wolf Parade wie das zu erwarten ist auch sehr gesellige Musik. Auf dem Debütalbum warteten sie mit einer sehr gelungenen Interpretation von The Arcade Fire vermischt mit allerlei Keyboard / Synthie Spielereien auf, die Erwartungen an den Nachfolger da natürlich groß. So haben sich Wolf Parade auch drei Jahre Zeit mit dem Release ihres zweiten Albums gelassen, um als Ergebnis ein Album zu veröffentlichen, auf das sie gleichermaßen stolz sein können und das in der Lage ist den Erfolg des Debüts zu wiederholen. Das Ergebnis kann sich nun auch sehen lassen. Das ist wieder gut gelaunter Indie-Folk-Rock im Windschatten von The Arcade Fire aber eigentlich völlig anders. The Arcade Fire drängt sich einfach förmlich als Vergleich auf, die haben nämlich die gleiche treibende Energie, bei der man einfach mit muss – hinzu kommt noch, dass „At Mount Zoomer“ in der Kirche aufgenommen wurde, in der auch The Aracade Fire ihr Zweitwerk „Neon Bible“ aufgenommen haben. Das Album ist wieder ein bunter Mix aus verspielten Gitarren, Keyboard- und Synthie-Spielereien und zackigen Indieklängen – in wenigen Worten: kanadischer Indierock mit Chorgesang. Das Album macht einfach Spaß und bietet viele Hits, die im Sommer zum Dauerbrenner in Indiediscos zu werden könnten, z.B. „Language City“, ein Britpop-Hit der so ähnlich auch von Razorlight hätte veröffentlicht werden können, toll auch das fröhlich quietschende „The Grey Estates“ mit gut gelauntem Keyboard. Wenn Wolf Parade live das halten, was das Album verspricht sollte man sich die anstehenden Tourtermine auf jeden Fall fett im Kalender markieren.

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1 Iain Juni 7, 2008 um 23:04 Uhr

hihi, verspielte Spielereien, wenn das mal nicht verspielt ist ;o)

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