Widespread Panic – Free Somehow

von Sterereo am 9. Mai 2008

in Musik!

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Ein Jamband der ersten Stunde: Widespread Panic. Mit über 20 Jahren Bandgeschichte und niemals endenden Tourenthusiasmus sind sie eine der überlebenden Southern Rock-Dinosaurier des letzten Jahrhunderts. Nach der Schaffenspause kommt jetzt die Rückmeldung: „Free Somehow“. Ein Gefühl vom zweiten Frühling?

Denn die Hochzeiten des Southern Rocks, in den ´70er (man denke an „Lynyrd Skynyrd“ ) haben sie verpasst. Sie taugen höchstens als musikalische Sozialisation. Ebenso wie die „Beatles“ oder „Stones“, deren hippiesken Elemente gerne adaptiert werden.

Hier macht auch „Free Somehow“ keine Ausnahme. Widespread Panic besinnt sich nach ihrer kurzen Pause auf die stärken ihrer Band und Vorreiter. Es ist ein homogenes Werk an Blues-, Southern Rock und Rock-Stücken. Das klingt erstmal rückschrittlich, weil es rückschrittlich ist, und an einen „Truckstop“ im nirgendwo der Wüste Nevadas erinnert. Wäre da nicht etwas. Dieses bestimmte etwas. Denn das haben Widespread Panic erstaunlicherweise: Den Jam-Charakter. Sämtliche schmückende Percussions, röhrende Gitarren, kurzen Pianoeinlagen, stillen Akustikstücken und treibenden Drumparts sitzen am richtigen Fleck und das innere Auge will in die Budwiser-Bar wandern. Das beginnt mit dem ersten Track „Boom Boom Boom“ (wirklich nicht leise, diese Fast-Rentner) und zieht sich durchs ganze Album, wie die Gitarrensoli im Stile eines Eric „Slowhand“ Clapton.

Erstaunlich, wie viel Herzblut noch immer in diesem ursprünglichen Bluesrock aus den Staaten geschüttet wird. „Free Somehow“ bleibt aber trotzdem in erster Linie für Cowboyshutträger. Diese kommen übrigens in Strömen, wenn sie in ihrer Heimatstadt Athens, Georgia, einen ihrer rund 250 Live-Auftritte pro Jahr geben.

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