We Are Scientists – Ringlokschuppen Bielefeld, 16.7.06

von Hififi am 20. Juli 2006

in Feierlichkeiten

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Irgendwie hält sich die Vorfreude in Grenzen, die Erwartungen auch, aber man ist gespannt was der Dreier live drauf hat. Und um es vorweg zu nehmen: Man konnte zufrieden sein. Die Songs erwischen einen früher oder später doch, und die Band spielt tight und angenehm unaufdringlich. Nach knapp 45 Minuten Konzert ist alles vorbei, aber man ist ihnen nicht böse, aber zum Fan geworden ist man dann auch wieder nicht.

Eigentlich hatte ich vor, Schlagzeuger Michael Tapper, Gitarrist/ Sänger Keith Murray und Bassmann Chris Cain ein paar Plagiatsvorwürfe zu machen. Aber We Are Scientists gibt es schon seit 2000. Trotzdem hört man auf „With Love And Squalor” nur alte Bekannte heraus; „Nobody Move, Nobody Get Hurt“ bedient sich rhythmisch bei Bloc Party, „Lousy Reputation“ könnte auch von den Killers sein, Maximo Park und Kaiser Chiefs haben auch ihren Auftritt. Tja, und schon weiß man nicht mehr so recht, was davon zu halten ist. Aber zurück zum Konzert.

Anno 2006 hat dieser Sound etwas gelitten, so dass da schon etwas kommen muss. Anfangs begeistern sie noch, denn die starken Songs (schon erwähntes „Nobody Move, Nobody Get Hurt“ und „Can´t Lose“) kommen an zweiter und vierter Stelle. Dann ein wenig Leerlauf, auf der Bühne passiert auch nicht viel, außer dass man ständig Chris Cain beobachten muss. Der Typ trägt echt einen Schnäuzer, schon ganz lustig, aber er läuft ja immer so rum. Bald geht alles im Einheitsbrei unter, der Fuß zappelt trotzdem die ganze Zeit, um einen herum feiern frenetisch ein paar Kinder. Komischer Abend, ein ganz gutes Konzert, gutes Wetter, gute Laune, aber irgendwie… Man kann es nicht erklären, sie packen einen halt einfach nicht.

Ein Abend voller Gegensätze in der Stadt die es nicht gibt.

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1 Hififi August 20, 2006 um 11:00 Uhr

Auf dem Bild sieht er ein bisschen aus wie mein alter Geschichtslehrer Dr. Fleck.

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