Wayne Jackson – Undercover Psycho

von Pynchon am 27. März 2010

in Musik!

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Dass Wayne Jacksons erste Band “The Dostoyevskys” hieß ist nicht wirklich überraschend, bedenkt man, dass der in Manchester aufgewachsene Musiker an der Universität von Wales einen literaturwissenschaftlichen Abschluss errungen hat. Doch das nur nebenbei, denn inzwischen ist Jackson nicht nur nach Berlin übergesiedelt, sondern zudem als Solokünstler unterwegs, der mit „Undercover Psycho“ bereits sein zweites Album eingespielt hat.

Als musikalische Einflüsse nennt der Pressetext „New Order, U2, Editors oder Snow Patrol“, aber von genannten Bezugsgrößen passen wohl Snow Patrol am Besten – zumal Jackson ziemlich weit entfernt ist etwa von der New Wave-Renaissance einer Band wie den Editors.

Ein grundlegendes Problem, dass ich mit einer Popmusik habe, wie sie mir auf „Undercover Psycho“ begegnet, liegt in ihrer allzu gefälligen Vorhersehbarkeit begründet, die aller Redlichkeit der sauber produzierten und ordentlich gespielten Platte zum Trotz doch in kurzer Zeit ziemlich langweilig wird. Braver Schubladen-Pop, der sich an eine anonyme Mainstream-Masse an Hörern richtet, die vor allem damit zufrieden sind, wenn sie so oft wie möglich tausendfache Improvisationen ein und des selben Pop-Albums hören darf. Egal, ob ich nun Stücke wie „Your Stars Never Shine“, „Blue Moon Over Me“ oder auch die erste Single-Auskopplung “Hallelujah” anhöre, es ist alles schrecklich beliebig und schlicht und einfach öde – und von einem „Undercover Psycho“, der ja wohl unkonventionell und sperrig rüberkommen müsste, ist weit und breit nichts zu hören.

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