Volvoe – Black Doors

von Pynchon am 18. Mai 2011

in Musik!

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Hinter Volvoe stecken fünf Kopenhagener Musiker, die sich für ihr neues Album mit Morton Blue zusammengetan haben, der zuvor auch schon unter anderem Elfterklang produziert hat. Herausgekommen ist ein klassisches Rockalbum mit konventionellen Hooklines und einigen elektronischen Elementen.

Aus dem Pressetext zitiere ich für gewöhnlich, wenn etwas wirklich verblüffendes, witziges oder auch nur haarsträubend Blödes drinsteht, dass man unbedingt mitteilen möchte, oder aber wenn die dargebotene Musik allzu belanglos ist, als dass mir dazu großartig etwas einfallen würde. Naja, soviel sei gesagt, der Pressetext zu Volvoe hat zumindest nichts Außergewöhnliches oder Blödes zu vermelden, dafür aber immerhin die erstaunliche Behauptung, die Musik von Volvoe bewege sich zwischen „tierische[m] Trieb und Todesangst“. Davon ist, bei allem Respekt, nichts zu hören, im Gegenteil: Volvoe sind in ermüdendem Maße mainstreamig und in etwa so verstörend und von tierischem Trieb besessen wie Clueso (nur um ein Beispiel zu nennen).

Der Grad an Komplexität auf „Black Doors“ ist, auch wenn ich vor harten Worten naturgemäß zurückschrecke, enttäuschend. Alles in allem biedere Mucke aus Omas Plattenkasten. Die elektronischen Elemente kommen zudem recht dumpf rüber, ein wenig wie manche Soundeffekte aus Raumschiff Enterprise. Je länger ich Volvoes Album lausche, desto belangloser wird die Musik, sodass ich sie am Ende gar nicht mehr so durchschnittlich finde wie noch am Anfang, sondern richtig schlecht. Vielleicht sehen wir Volvoe demnächst als Vorband der Scorpions wieder, aber das ist jetzt vielleicht doch zu sarkastisch.

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