Various – Dark Was The Night

von Benjamin am 14. Februar 2009

in Musik!

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„Dark was the night“ nennt sich der neuste Benefiz-Sampler für die Aids-Hilfe-Organisation Red Hot. Für die Organisation dieser Zusammenstellung waren Aaron und Bryce Dessner verantwortlich. Die beiden The National-Mitglieder haben es geschafft, viele der angesagtesten nordamerikanischen Indie-Größen für das Projekt zu begeistern und unveröffentlichtes Material beizusteuern. Man bekommt eine Doppel-CD zum Preis einer einfachen und kann sich sicher sein, dass der gesamte Erlös einer guten Sache zur Verfügung gestellt wird.

Aber nun zu den Songs. Wie immer bei solchen Aktionen finden einige interessante Pärchen zueinander, werden Lieblingslieder gecovert oder Songs eingespielt, welche nicht wirklich auf die regulären Alben der Bands passen.

Feist kooperiert gleich zweimal: einmal mit dem Death Cab for Cutie-Sänger Ben Gibbard beim folkig-melodiösen und wunderschönen „Train Song“ (Cover der englischen Folk-Sängerin Vashti Bunyan) und dann mit Grizzly Bear beim ebenso folkigen aber nicht ganz so konventionellen „Service Bell“. Antony Hegarty covert ebenso folkig mit Bryce Dessner „I was young when I left home“ (von Bob Dylan) und bestätigt, warum er derzeit angesagt ist. Cat Power singt „Amazing Grace“. Conor Oberst klaut bei sich selbst bzw. den Bright Eyes und nimmt mit der Folksängerin Gillian Welch „Lua“ auf. Ein toller Song im Original, hier etwas langsamer interpretiert, was dem Stück ebenso gut tut, wie die Stimme Welchs. Aaron Dessner tut sich mit Justin Vernon aka Bon Iver (unter diesem Namen gibt es ebenso einen Song) zusammen.

Neben den bereits angesprochenen Covern muss man noch Dave Siteks Version von „With a girl like you“ (Original: The Troggs) erwähnen. Wie er den Rocksong zu einer mit elektrischen Effekten untermauerten Ballade macht, ist beeindruckend und sehr gelungen. Vor allem wenn er das „ba ba bab bab baa“ den Bläsern überlässt, dann merkt man, dass sich hier einer Gedanken gemacht hat. Ebenso stark ist „You’re the blood“ von Sufjan Stevens, welches gleich 2x vertreten ist: einmal als 10minütige verstörend schöne Indie-Version und einmal als elektrifizierter HipHop-Remix von Buck 65. Original ist übrigens von den Castanets.

Der Beitrag von Arcade Fire gehört in die Kategorie: passte nicht auf unsere regulären Alben. „Lenin“ ist auf eine komische Art fröhlich. Ungewohnt mittelmäßig für die Kanadier! Ebenso für diese Kompilation, zu der neben den genannten noch Andrew Bird, The National, Spoon, Beirut, Yeasayer, The Decemberists und viele mehr beitragen. Gute Musik und gutes Gewissen, eine perfekte Kombination!

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