V.A. – Die Verhältnisse Rocken (10 Jahre)

von mathias am 12. Januar 2010

in Musik!

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„Attac“ wird zehn und rockt zur Feier des Tages die Verhältnisse – zusammen mit 15 nationalen und internationalen Acts jeglicher Couleur. Muss man nicht lieben, sollte man aber trotzdem unterstützen.

Das „global player bashing“ ist schon lange nicht mehr die Sache einiger weniger Idealisten. Was vor 10 Jahren als kleine Interessengemeinschaft irgendwo in Frankreich begann, ist heute fast schon Teil der Popkultur. Gerade für Unterhaltungskünstler gehören Kampfansagen gegen den Neoliberalismus mittlerweile zum guten Ton.

Die Donots z. B. bezeichnen es im Booklet ausdrücklich als „Ehre und Anliegen“, bei diesem Projekt mitzuwirken. Die Ibbenbürener vertreten auf dieser Kompilation dann auch die Alternative Rocker, während Madsen und die Sportfreunde Stiller die Gymnasiasten ansprechen, Rainer von Vielen den Diskursrock hochhalten und die Irie Revoltes gestylten Reggae-Hop präsentieren – Bela B (übrigens einer der größten Supporter von „attac“ überhaupt!) und Jan Delay stellen ja mittlerweile ihr eigenes Genre dar.

Die Vielfalt hat natürlich Methode, will man naturgemäß doch möglichst alle Geschmäcker treffen. Jedoch werden gerade aus diesem Grund wohl die meisten nach der ersten Hörprobe auf ihren drei, vier Favoriten hängen bleiben – ohnehin kann man einige Beiträge nicht gerade zu Karrierehöhepunkten zählen (trauriges Beispiel: Chumbawumbas „Rich pop stars make good socialists“).

Auf der anderen Seite findet man durchaus Perlen wie „Disappeared“, einem der wirklich guten New Model Army Songs des aktuellen Albums „Today Is A Good Day“, so dass das Geld für diese CD durchaus nicht falsch angelegt ist. Ach ja, BAP, die alt gedienten Protestrocker, sind natürlich auch dabei, und zwar mit einer ansprechenden Liveversion von Dylans „License to kill“.

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