Ulrike Haage – In:finitum

von Benjamin am 7. Februar 2011

in Musik!

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Ulrike Haage hat eine bewegte Musikvergangenheit hinter sich: Bigband, Musiktherapie-Studium, Pop mit den Rainbirds, Avantgarde-Projekte wie Vladimir Estragon oder Stein. Auf ihrem dritten Soloalbum konzentriert sich die Komponistin aber wieder auf ihr ureigenes Instrument: den Flügel.

Das Piano steht im Vordergrund und Ulrike Haage versteht es, nicht den immergleichen Piano-Jazz vorzutragen. Sie lässt sich gelegentlich von Schlagzeug (Eric Schaefer), Saxophon (Uwe Steinmetz), einer Mezzosopranistin (Franziska Markowitsch) und anderen unterstützen. So entstehen ausdrucksstarke und innovative Songs, die sich zurückziehen und bei denen jeder einzelne Ton an der richtigen Stelle sitzt. Die Songs sind zeitlos und das in zweierlei Hinsicht: man kann nicht sagen, wann sie entstanden sind. Zum anderen vergisst man beim Hören die Zeit. Man fließt mit der Musik und fühlt sich geborgen. Wobei die Musik zwar eher ruhig ist, aber durchaus auch mit aufwühlendem Schlagzeug-Beat oder anderen Spannung erzeugenden musikalischen Ideen aufwartet. Ulrike Haage schafft es, genau die richtige Mischung aus Innovation, künstlerischem Selbstausdruck und Schmeicheleien der Hörer zu finden. Obwohl man nie das Gefühl bekommt, dass hier die Künstlerin oder der Hörer im Mittelpunkt stehen: Hier dreht sich alles um Musik und heraus kommt: Fantastische Musik!

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