Trust – From Light Into Mass

von alex am 28. März 2011

in Musik!

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Gerade Takte und diese Band schließen sich schon im Vorfeld aus. Wer versucht bei „From Light Into Mass“ – dem Debüt der Kopenhagener Zwei-Mann-Band Trust – einen 4/4-Takt mitzuzählen ist definitiv zum Scheitern verurteilt. Schlagzeuger Lars Buch Laursen zählt routiniert Stücke im 7/8-Takt an, zu denen Henrik Hald Gitarren-Leadparts wie aus der Kanone abfeuert.

Bemerkenswert ist hier vor allen Dingen das Zusammenspiel des Duos, die scheinbar ohne Mühe diverse Breaks und rhythmische Parts unisono aufeinander abstimmen und dabei auch noch zu zweit singen. Stimmlich lassen sich Trust irgendwo im Mittelalter einordnen, denn das Organ des Gitarristen erinnert in der Tat ein wenig an klassischen Minnegesang, während der instrumentale Teil der Musik doch klar in Richtung Mathrock mit Progressive-Einschlag geht. Es treibt immer stark nach vorne, Songs wie „Eerie Aurora“ oder „Machina Mundi“ rennen mit ihren verwegenen Zählzeiten regelrecht vor dem Hörer weg. Doch hier sehe ich leider auch den Schwachpunkt der Band. Im komplexen Rythmusdickicht bleiben Harmonie und Melodie leider ein wenig auf der Strecke. Es klingt alles sehr einheitlich, auch die Breaks sorgen spätestens auf halber Strecke des Langspielers nur noch für ein müdes Lächeln. Darüber kann auch die Akustik-Ballade „Vimana“ am Album-Ende nicht recht hinwegtrösten. Nichtsdestrotz beherrschen die beiden Musiker ihre Instrumente wirklich hervorragend, der Gitarrensound ist unglaublich voll. Gitarrist Hald wagte hier den Kunstgriff seine Elektrische über zwei verschiedene Verstärker und einen Bassamp gleichzeitig laufen zu lassen. Das Ergebnis kann sich in der Tat hören lassen. Somit haben Trust mit „From Light To Mass“ einmal abgesehen von der harmonischen Einfachheit, die man auch als Vorsatz sehen könnte, ein in sich stimmiges Debut vorgelegt, das Lust auf mehr machen kann.

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