Triband – So Together

von Hififi am 22. April 2009

in Musik!

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Es steht zu lesen, man dürfe es sich nicht zu einfach machen mit Triband aus Berlin und das Quartett einfach in eine Schublade stecken. Gut, stecke ich sie in zwei und behaupte Triband aus Berlin stellen auf ihrem zweiten Album eine gekonnte Verquickung aus Jazz- und Popelementen vor.

Dabei gibt es auf zwölf Songs verteilt wenig Höhen und Tiefen zu erkunden, mehr dem gleich bleibenden Wellenbewegungen eines eher vor sich hin plätschernden Albums zu lauschen. Die Konstante, die „So Together“ vor dem Einheitsbrei 90er Jahre-Produktionen Marke Morcheeba bewahrt, ist Sandie Wollasch‘ Gesang, der mich an Lykke Li erinnert. Aber auch Kathryn Williams oder Simone White sind nicht weit und wer jetzt mit Annett Louisan oder Norah Jones um die Ecke kommt, hat nicht verstanden was ich meine. Natürlich ist der Wellengang auf hoher See oftmals ein wenig stärker, sodass Stücke wie „Not My Kind“ oder „Little Something“ ein wenig ausbrechen können. Erstgenanntes erinnert mich vom locker leichten Drumming und den spartanischen Klaviereinsprengseln an Macy Gray und Wollisch hat dieselbe (ein wenig scheue) Art zu singen, bloß die Klangfarbe ist natürlich eine andere. „Little Something“ besticht dann wiederum durch einen flotten Funk-Groove Marke Jamiroquai, Saxophon-Soli und durch die vergnügt trällernde Sandie Wollisch. Sebastian Studnitzky wartet aber noch mit einem besonderen Schmankerl auf, und zwar mit einem Trompetensolo in „Smoking“, dass sogar auf dem 70er-Jahre Meilenstein „Bitches Brew“ von Miles Davis bestehen könnte. Abgeschlossen wird das Album von einer vierzehnminütigen Soul-Endlosschleife, auf der sich viel zu viele Gastmusiker das Mikro in die Hand geben und die wohl das abschließende Highlight darstellen soll, es aber nicht ist.

„So Together“ ist genau die Art Hintergrundmusik, die ich gerne an lauen Sommertagen mit einem Gin Tonic in der Hand und einem netten Gespräch genießen würde, bis dahin lass ich es noch ein wenig atmen.

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