Trashmonkeys – Smile

von Sterereo am 3. April 2009

in Musik!

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Huch, was kommt denn da herein? Eine Steife Prise aus Nord-Nord-West. Für hibbeligen Punkrock, oder besser Rockpunk, sind die Bremer Nordlichter von den Trashmonkeys schließlich einigermaßen bekannt. Wieder sind die Hives erste Referenz, aber leider nicht so sehr, wie der die Single hoffen lässt.

Denn der Opener „Give That To Me“ (Gratis-Download) ist eine schweinische Rock-Hymne, wie sie die „Veni, Vedi, Vicous“-Hives mittlerweile nur noch sporadisch hinbekommen. Riesen Riff, griffiger Basslauf und rauchiger Sprechgesang: So darf sich Samstagabendrock anhören, wenn die Jeans klemmt und die Chucks zum Ausgehen geschnürt werden. „What About You“ kränkelt dagegen zuerst an den ruhigen, aufgesetzt wirkenden Passagen, dröhnt aber dann zu einem knarrenden Punkrock-Song heran. Da gehört es sich auch, dass der Spuk nach zwei Minuten vorbei ist. „I.O.U“ löst die Schuld ein, die sich die Trashmonkeys mit der starken ersten Hälfte von „Smile“ eingebrockt haben. Aber selbst hier scheint schon früh die Luft raus. Plötzlich nimmt das ganze Album die Fahrt etwas raus. 60s und 70s Retro-Rock-Attitüde werden mit verschwenderischen Backingchören aufgeblasen. Schade, dass gerade der Titeltrack „Smile“ ziemlich austauschbar klingt. Zwar frischt hier mit „Did It Again“ der Wind noch einmal auf, dreht dann aber wieder in Richtung Retro-Rock á la Rolling Stones.

Die Trashmonkeys können kräftig Staub aufwirbeln und damit die sorgfältig geföhnte Retro-Rock-Perücke ganz schön zerzausen. Doch leider fehlt häufig die letzte Dringlichkeit und Substanz damit sich der Erfolgswind von den Beatsteaks und Hives unserer Zeit endgültig in ihre Richtung dreht.

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