Tiny Ruins – Some Were Meant For Sea

von Pynchon am 2. Juli 2012

in Musik!

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Tiny Ruins, das ist der Projektname der Neuseeländerin Hollie Fullbrook, die, mit einer Akustikgitarre bewaffnet, dem Zuhörer fragilen Folkpop vom Feinsten um die Ohren ballert – und aus diesem Grunde, bzw. weil sie die erforderliche Eignung erfüllt, bereits in ihrer Heimat für die Folkpop-Barden der Fleet Foxes Konzerte eröffnet hat. Und ganz im Ernst, die Songs auf „Some Where Meant For Sea“ haben was – Fragilität, Poesie, Einfühlung, Reife, Ausstrahlung, Klasse!

Somit habe ich mein Urteil und mein Pulver bereits in der Einleitung unklugerweise verschossen, und kann jetzt dazu übergehen, zu empfehlen, zu welcher Gelegenheit Tiny Ruins am besten gehört werden sollte. Ich schwanke zwischen einem martialischen Hantel-Workout und einem romantischen Date. Aber Schabernack beiseite, Tiny Ruins kann natürlich zu jeder Gelegenheit gespielt werden, weil ihre subtilen, reduzierten Songs sich in jede Lebenslage einpassen, gewissermaßen einen universellen Nenner treffen, denn Folkmusik ist heutzutage nicht umsonst so populär. Irgendwie hat man doch das Gefühl, dass in unseren hektischen und schnelllebigen Zeiten, in denen alles hoch- und runtergehyped wird und kaum etwas von Dauer ist, dass heutzutage also die bescheidenen, aufs wesentliche reduzierten Folkklänge, getragen von sachte gezupften Saiten und einem bezwingend gefühlvollen Gesang (und Fräulein Fullbrook hat eine tolle Stimme!), eine musikalische Beständigkeit bieten, die der Zeit entrückt und also zeitlos ist.

Zumindest glaube ich, dass Tiny Ruins sich ihren Platz im friedvollen Kosmos des Folks sichern wird, an der Seite der Fleet Foxes, da gehört sie hin.

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