Tides From Nebula – Earthshine

von Pynchon am 22. Mai 2011

in Musik!

Post image for Tides From Nebula – Earthshine

Die Gezeiten des Nebels? Lässt auf elegische Musik schließen, zumal im Zusammenhang mit der polnischen Rock- oder Postrock-Band Tides From Nebula häufiger Begriffe wie verträumt oder atmosphärisch fallen. Zumindest befinden sich auf „Earthshine“ insgesamt acht Stücke instrumenteller Rockmusik, in der Tat ziemlich elegisch, mit sanften Übergängen, langen Passagen, irgendwie zum Wegträumen.

Wobei es vom Wegträumen bis zum Einschlafen ja nicht so weit ist. Ein Begriff wie Ambient liegt quasi auf der Hand: sphärische, raumgreifende Klänge, subtil aufeinander abgestimmt, sehr gemächlich, sich langsam entfaltend. Schwer, über diese Klanggebäude zu schreiben, vermutlich ebenso schwer, wie zu realen Gebäuden, bzw. Architektur zu tanzen, um den allseits bekannten Aphorismus von Frank Zappa aufzugreifen. Tides From Nebula möchten vielleicht eher erfahren werden, ohne schnöde Worte. Zumal es gewiss eher meiner fehlenden Leidenschaft für den Ambient-Sound zuzuschreiben ist, als etwa einem fehlenden musikalischen Talent der Band, dass ich mit dem polnischen Quartett wenig anfangen kann.

Im Gegenteil, Tides From Nebula können sicher was und werden fraglos auf eine Heerschar freudig dahinschwelgender Zuhörer treffen, aber ich gehöre nicht dazu.

Share Button

{ 0 Kommentare… add one now }

Previous post:

Next post: