This Love Is Deadly – dto.

von Benjamin am 24. Februar 2012

in Musik!

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Alles kommt wieder und das sagen This Love Is Deadly selbst. So erinnert der Sound des Berliner Trios auf dem gleichnamigen Debut an längst vergangene Noise-Zeiten. Oder war es Punk? Oder Shoegaze? Jedenfalls sollten Fans von My Bloody Valentine, Sonic Youth und Dinosaur Jr. Spaß an diesem Album haben.

Im Leadgesang wechseln sich Bassistin Lisa und Gitarrist Louis ab. Lisa – Nachnamen spielen keine Rolle, da die Musik wirken soll – kann durchaus punkig singen („Need Your Touch“, „Misery To You“). Hervorragendes Merkmal sind aber die Gitarrenwände der Band. Diverse Effektgeräte muss Louis besitzen und bedienen, damit dieser Sound so dicht und abwechslungsreich entstehen kann. Auch schwankt die Band zwischen dunkler Schwere und farbiger Luftigkeit. Man höre zum Beispiel das wunderbar poppige „Everything Is Nothing“ und das direkt folgende sphärische „Drown And Forget“, bei dem man sich in nebligen Moorlandschaften wähnt und Feen zu treffen glaubt. Louis und Lisa werden sich bei „When You Come“ auf die Schuhe starren und auch damit das Rad nicht neu erfinden. Dennoch habe ich lange kein so gutes und abwechslungsreiches Album aus der Sparte gitarrenwandorientierter Indierock wie das Debut von This Love Is Deadly gehört.

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