This Is The Arrival – dto.

von Pynchon am 23. August 2010

in Musik!

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Aus der bayerischen Landeshauptstadt kommen die jungen Newcomer von This Is The Arrival, die auf ihrem poppigen Debütalbum offensichtlich das Fernweh gepackt hat. Was sich allerdings nicht in Melancholie niederschlägt, denn Sehnsuchtsorte wie Mexico oder New York City werden mit deutlich euphorisch-optimistischen Gemütszustand besungen.

Insgesamt eineinhalb Jahre hat die auf mehrere Studio-Sessions aufgeteilte Produktions-Tüftelei laut Pressetext gedauert, und tatsächlich ist das Album mit allen technischen Schikanen sauber produziert, vielleicht aber bisweilen – wie zum Beispiel in dem Song „Mexico“ – etwas zu glatt geraten. Besänftigt stimmen mich wiederum die hübschen Melodien („hübsch“ ist hier durchaus die richtige Bezeichnung, da sich Wohlgefälligkeit mit Harmlosigkeit paart), die absolut Tanzflächen-kompatibel sind und mich entfernt an alte Werke von Fury And The Slaughterhouse erinnern. Tut nicht weh, ist nicht innovativ, aber halt nett anzuhören.

Bei „Drive Drive Drive“ schmettert sich das Schlagzeug zur Abwechslung mal in den Vordergrund, der rasante Rhythmus und die prägnanten Gitarren-Riffs sind deutlich an den New Wave-Rock von Franz Ferdinand angelehnt (ebenso das Stück „Sirens“). Zwar auch nicht bahnbrechend, aber doch mit Wiedererkennungswert, das auf der anstehenden Deutschland-Tournee die Bühne rocken dürfte. Ansonsten wird artig und fehlerlos das aus Radio, TV und Internet bekannte Repertoire der frohgelaunten populären Musik durchgespielt – aber das immerhin mit Verve und Begeisterung, die zwischendurch auch mal ansteckend ist.

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