The xx – Fabrik Hamburg, 12.01.2010

von theresa am 18. Januar 2010

in Feierlichkeiten

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Es wird viel über sie geredet, ihr Name ist zur Zeit in aller Munde. Bereits bei ihrer erst zweiten Deutschlandtour verschlug es hunderte Menschen in ausverkaufte Konzerthallen. Don’t believe the hype? Im Fall von The xx kann man das ruhig schonmal tun…

Verständlicherweise waren meine Erwartungen an diesen Abend nach all dem Trubel um das blutjunge Trio aus London gefährlich hoch, und ähnlich ging es vermutlich auch den mehr als Tausend anderen Gästen. Ungeduldig wartete man in der durchaus interessanten Location, die Fabrik in Hamburg, in der ich zuvor noch nie war. Sehr hohe Decken, Holzkonstruktionen und Emporen, von denen man das Geschehen ungestört beobachten konnte, sorgten für eine ganz besondere Atmosphäre.

Halbwegs pünktlich begannen New Look ihre Support-Show. Das kanadische Duo, das aus dem Model Sarah Ruba und ihrem Mann Adam Pavao besteht, macht Musik, die man vielleicht als elektronischen Pop bezeichnen könnte. Sarah hatte die entsprechende Attitüde und wusste, sich vor dem großen Publikum gediegen zu geben. Ihre Stimme klang zart, weich, aber doch sicher. Und ehrlicherweise muss ich gestehen, dass ich ihr so viel Volumen zu Beginn gar nicht zugetraut hätte. Nebenbei klimperte sie auf ihrem Keyboard und Adam kümmerte sich um die passenden Beats, so dass beim melodischen „Make It Over“ viele Beine anfingen zu wippen. Zu meinem Bedauern hatte ich schnell genug vom Sound der zwei.

Nach einer kurzen Umbaupause hüllte sich dann die Fabrik in Nebel und das Warten hatte endlich ein Ende. Mit einem vertraut düsteren Intro begannen Oliver Sim, Romy Madley Croft und Jamie Smith, besser bekannt als The xx, ihr zweites Konzert im neuen Jahr. Olivers starrer Blick ins Leere war fast beängstigend, und doch fühlte man sich alles andere als unwohl bei den Klängen, die bis an die hohe Decke schallten. Sie waren so verträumt und zerbrechlich, dass ich eine Gänsehaut bekam, was nicht zuletzt an Romys und Olivers Stimmen lag. Sie hörten sich etwas härter an als auf CD, aber dennoch harmonierten sie einfach wundervoll miteinander. Es waren zwar kleine Patzer zu hören, die vermutlich auf den Ausstieg von Baria Qureshi im Herbst zurückzuführen sind, aber ansonsten wirkte die Band sehr souverän.

Die Songauswahl des Sets konzentrierte sich in erster Linie auf das Album „XX“, von dem man kein Lied vermissen konnte. Sowohl die Auskopplungen „Crystalised“ sowie „Basic Space“ als auch unbekannte Titel gaben sie zum Besten. Außerdem spielten sie ihre eigene Version, wenn auch nicht live, von Florence + The Machine’s „You’ve Got The Love“.

Nach knapp einer Stunde neigte sich das Konzert leider schon dem Ende entgegen. Mein Fazit: Es war jedenfalls ein aufregender Abend, meine Erwartungen wurden ganz und gar nicht enttäuscht und ich bin sehr gespannt, wie es mit dieser Band weitergehen wird.

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