The Walkmen – You & Me

von Benjamin am 28. November 2008

in Musik!

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Die fünf Wahl-New-Yorker von The Walkmen nehmen ihre Alben immer analog auf. Das beschert dem Hörer einen scheppernden sympathisch alt klingenden Sound und erinnert an den jungen Bob Dylan (v.a. die Stimmführung von Hamilton Leithauser), die Cold War Kids und The Thermals (die Soundwände).

Es scheppert, kracht – auch wenn es mal ruhiger zugeht – und darüber dieser eindringliche Gesang. So schreibt man keine Hits, aber ein rundes, sehr gutes Indie-Rock-Album. Wenn wie bei „On the water“ der Song zurückhaltend beginnt und sich langsam elektrische Gitarren zu Schlagzeug und Bassmelodie einmischen und das ganze heranwächst und eine unglaubliche Spannung erzeugt, die zum Schluss ein bisschen nach Western klingt, dann ergibt das ein Lieblingslied. „Red Moon“ klingt nach Tom Waits, dem großen Barpoeten, wobei hier die Bläser hervorzuheben sind, die fast schon nach Weihnachten klingen. Wie bei Tom Waits bekommt man auch hier kleine Weisheiten erzählt. Insgesamt besticht das Album durch die treibenden Drums und die Gitarrenarbeit. Letztere ist zwar zurückhaltender als auf dem Vorgänger „A Hundred Miles off“, wie auch die gesamte Geschwindigkeit gedrosselter erscheint, aber das erhöht nur die düstere Grundstimmung und Intensität. Ein Album für den Herbst und Winter. Und für den letzten Whiskey der Nacht.

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{ 3 Kommentare… read them below or add one }

1 Pynchon November 28, 2008 um 15:51 Uhr

The Walkmen! Auf die bin ich doch schon seit einigen Wochen heiß, seit ich die tollen US-Kritiken gelesen habe. Leider haben die das Album nicht in den Stadtbüchereien hier… ;-((

2 Hififi November 28, 2008 um 18:53 Uhr

Ich habe noch nen altes (bzw. den Vorgänger) von denen. Kann ich dir gerne mal mitgeben.

3 Pynchon November 29, 2008 um 11:27 Uhr

Sehr gerne!!

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