The Vickers – Keep Clear

von Pynchon am 8. Juli 2010

in Musik!

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Noch so eine italienische Band – diesmal aus Florenz – , die sich viel mehr danach anhört, als käme sie aus New York, LA oder vielleicht auch London. Schon der Opener „Everything Is Turning Around“ erinnert sehr an die Arctic Monkeys, nicht zuletzt, was den lässig-gedehnten Gesang angeht. „Here Again“ ist dann ein sehr feines Stück melancholisch gefärbter Schwof-Musik mit ansteckender Verspieltheit und tollen Gitarren-Soli. Smells like Brit Pop.

Für Abwechslung ist auch gesorgt: „Silence“ ist so schwermütig und elegisch, traurig und schön wie ein einsam im Schatten liegender, verlassener Hund (oder so ähnlich jedenfalls). Die Einflüsse sind vielfältig und reichen vom 60’s Folk und Pop hin zum Brit Pop der 90’s. Was alle Stücke gemeinsam haben, ist ihr unmittelbarer emotionaler Zugang zu den Hörern – zumindest, falls es anderen auch so gehen mag wie mir.

„Come On Come On“ ist ein Ode an die sechziger Jahre, die mit einem ansteckenden „La La La“-Chor abschließt, während „I´ve Got You On My Mind“ mit seinem Mundharmonika-Einsatz und dem hymnischen Gesang Assoziationen an Bob Dylan weckt (entfernt an „I Want You“ angelehnt). Auch die ruhigeren Songs überzeugen: „Bring The Sun“, von sanften Gitarren- und Synthie-Klängen getragen, ist ein wehmütiger Liebessong. Erinnert in seiner Stimmung an „Leaving Today“ von The Coral. Mit „It´s Not Easy“ sind The Vickers dann wieder den Arctic Monkeys sehr nahe. Und da ich gerade scheinbar Namedropping-süchtig bin, höre ich bei „I´ll Wait“ die Stereophonics durch. Dennoch, The Vickers sind durchaus eigenständig, „Keep Clear“ erhält sich in seiner Vielfältigkeit einen stimmigen Gesamteindruck, der von starken Melodien und zitatfreudiger Nostalgie geprägt ist.

Alles in allem, eine Band zum Entdecken, ein Album das Spaß macht!

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