The Very Best – Warm Heart of Africa

von Pynchon am 23. September 2009

in Musik!

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In „Warm Heart of Africa“ vereint sich der afrikanisch-folkloristische Gesang des malawischen Sängers Esau Mwamwaya mit dem europäischen Ghettopop-Style des DJ / Produzenten-Duos von Radioclit, das in der Vergangenheit unter anderem Tracks für Lily Allen, Justin Timberlake, Britney Spears oder auch M.I.A. produzierte. Letztere singt denn auch in dem Stück „Rain Dance“ mit.

Mit dem fröhlich-lebensbejahenden Gesang, der für mich als Laien afrikanischer Kultur doch einigermaßen typisch für die Musik des schwarzen Kontinents erscheint, ist zunächst mal die optimistische Grundstimmung des Albums charakterisiert, die unter dem Einfluss von Radioclit in eine routiniert produzierte, von dezenten Beats unterlegte Tanzbarkeit überführt wird.

Auch wenn die exotische Note der Musik das Ganze nur recht schwer klassifizierbar macht, bewegen sich „The Very Best“ doch zwischen Afro-Rap, Pop und eingängiger Dance-Musik, die zunächst mal sehr interessant klingt, aber – um ehrlich zu sein – schlichtweg an meinen musikalischen Vorlieben vorbei geht. Bemerkenswert vielleicht, dass viele Stücke in malawischer Sprache (so es denn malawisch ist – Experten bitte vor!) gesungen werden und der Musik einen speziellen Crossing Borders-Charme verleihen. Bei vielen Songs wie dem titelgebenden „Warm heart of Africa“ fühlt man sich gefühlsmäßig auf einen afrikanischen Jahrmarkt gebeamt, inmitten bunter Farben und flirrender Sinneseindrücke. Ob das nun Ethno-Zauber oder Ethno-Kitsch ist, bleibt den Ohren der Zuhörer überlassen.

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