The Very Best – Remixes of The Very Best

von Pynchon am 14. Juli 2010

in Musik!

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Mit den afrikanischen Klängen von The Very Best bin ich schon seit einer früheren Rezension ihres Albums “Warm Heart of Africa” vertraut, in der wehmütigen Stimmung der soeben zu Ende gegangenen südafrikanischen WM kommen sie mir im musikalischen Kleid einer Remix-Überarbeitung durchaus nicht ungelegen.

Spontan muss ich auch an das diesjährige Album „Contra“ von Vampire Weekend denken, das seine Popmusik mit einer exotisch-afrikanischen Färbung bereichert hat. The Very Best bieten einen bunten Stilmix, der mit seiner ausgelassenen Stimmung sehr gut zu den sommerlichen Temperaturen passt (aber jetzt nicht zu Sommer in Castrup-Rauxel, sondern irgendwo, wo es schön ist). In „Julia“ wird auf afrikanisch gerappt, elektronisch verfremdet und der Refrain im Gospel-Stil vorgetragen. „Angonde“ kombiniert moderne Beats mit traditionellen Gesängen und repräsentiert ganz gut ein Album, das auf die Tanzflächen, also global massentaugliche Hörgewohnheiten, abzielt.

So wirklich treffen sie damit nicht meinen Geschmack, zugegeben. Trotzdem höre ich mir „Remixes of The Very Best“ durchaus mit Wohlwollen und Interesse an, da die Stücke einfallsreich und fein zusammengebastelt sind. „Kamphopo“, mit französischem Sprechgesang eingeleitet, reanimiert zum Beispiel karibische Reggea-Wurzeln und entwickelt daraus mit elektronischem Schnickschnack eine Dance-Nummer. Interessant zwar, aber allem Wohlwollen zum Trotz: Es juckt mich nicht besonders…

Was am Ende bleibt, ist ein bunt zusammengemixter Zauberkasten aus Ethno-Zauber, Dancefloor-Beats und hymnischem Gesang, der sich irgendwie gewöhnungsbedürftig und zeitgemäß zugleich anhört.

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