The Thermals – Now We Can See

von Benjamin am 31. März 2009

in Musik!

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Die Punkrocker The Thermals haben 2006 mit „The Body, The Blood, The Machine“ ein großartiges Album veröffentlicht, welches auch über Genregrenzen hinweg gelobt, gehört und geliebt wurde. 2009 kommt der Nachfolger, endlich, dachte ich. „Now we can see“ erfüllt leider nicht meine Erwartungen. Das es immer noch ein sehr gutes PUNKalbum ist, liegt am Genre, welches mit anspruchsvollen Veröffentlichungen geizt.

Also, was machen The Thermals falsch? Eigentlich nichts. Es gibt weiterhin druckvolle Gitarren zu polternden Drums und den abwechslungsreichen Gesang von Hutch Harris. Alles ist wunderbar tanzbar, genau an der Schnittstelle von dreckiger Produktion und Popmelodien. Auch die Texte bleiben kritisch, die Songs kurz und knackig. Alle Zutaten zu gutem Punk sind gegeben. Wo man aber beim Vorgänger immer wieder in die Songs eintauchte und die Welt um sich herum vergaß, hat man hier den Gegeneffekt: Man versucht sich auf die Songs zu konzentrieren (man will ja ne Rezi schreiben) und erwischt sich dabei, dass man was anderes tut. Ich versuche es andersrum, mache was anderes und gelegentlich merkt man auf und hat das alte Thermals-Gefühl wieder: das eher ruhige „At the bottom of the sea“ lässt einen aufhorchen, da sich die Intensität steigert, zwischendurch etwas variiert. Ähnlich funktioniert „Liquid in, liquid out“. Wer also eine sehr gute Punkplatte sucht und „The Body, The Blood, The Machine“ bereits besitzt, der kann „Now we can see“ kaufen.

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