The Strokes – First Impressions Of Earth

von Benjamin am 17. Januar 2006

in Musik!

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CD gekauft und Nervosität macht sich schon beim Auspacken breit: Ist die neue Strokes so gut, wie sie in den Musikmagazinen angepriesen wird? Oder biedern sie sich mit Franz Ferdinand-Anleihen dem hippen Publikum an, wie man es nach der Single „Juicebox“ durchaus vermuten könnte? Und wie klingt Julian Casablancas unverzerrte Stimme?

Die Antworten vorweg: „First Impressions of Earth“ ist gelungen. Franz Ferdinand hinterlassen keine Spuren, The Strokes bestechen durch Eigenständigkeit. Und Sänger Casablancas klingt auch ohne Verzerrer lässig, zurückgelehnt und nach Rockmusik.

The Strokes bleiben dem Rock treu, werden aber variabler. New Wave Einflüsse hier, ein elektrisches Cello (wunderbar: „Ask me anything“) da, Bary Manilows „Mandy“ fehlt auch nicht (Im Refrain zu „Razorblade“ singt Casablancas „My feelings are more important than yours“ über die Melodie des Schmachtfetzens).

Man spürt auch die Anwesenheit eines anderen, eher dem Pop-zugehörigem Produzenten. The Strokes arbeiten die Stärken der Songs heraus, den Ideen wird nachgegangen, wo sie auf den beiden Vorgängeralben oft Andeutungen blieben (und damit auf der Höhe ihrer damaligen Zeit waren).

The Strokes klingen 2006 auch weiterhin nach The Strokes. Aber sie haben sich entwickelt und klingen trotzdem – oder gerade deshalb – frisch und spannend. Wenn das Jahr 2006 so weitergeht, wie es mit diesem Album angefangen hat, dann wird das Jahr in die Musikgeschichte eingehen!

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1 Hififi Juni 17, 2006 um 20:12 Uhr

Ich habe folgendes Problem: Das Album ist wirklich richtig gut und die Band sowieso, aber ich höre es nicht. Ich verstehe die Welt nicht mehr. Irgendwie wurde mir der Nerv gezogen, den dieses Album bei mir eigentlich hätte treffen sollen.

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