The Soundtrack of Our Lives – Communion

von Hififi am 20. April 2009

in Musik!

Post image for The Soundtrack of Our Lives – Communion

Die schwedische Rock-Institution um Ebbot Lundberg spendiert der Welt ihr sechstes Studioalbum und zwar in doppelter Ausführung. Da kann der/ die Künstler noch so oft behaupten, so viele gute Songs geschrieben zu haben, dass es gar nicht anders ging als ein Doppelalbum zu veröffentlichen, bzw. wie im Falle der sechsköpfigen Band zwei Alben gleichzeitig zu veröffentlichen. Selbst die Beatles hätten mit dem White-Album wahrscheinlich das beste ihrer Karriere veröffentlichen können, wenn sie die ganzen Experimente und Albernheiten einfach nur als B-Seiten veröffentlicht hätten. Ok, ein Doppelalbum also, schaun ma mal.

Was ich an The Soundtrack of Our Lives immer mochte, ist, dass sie immer wie eine psychedelische Hippie-Version von Doves klingen und dann doch wieder nicht ausufernd genug, um in Konkurrenz zu Motorpsycho zu treten. Seit einiger Zeit liegt den Herren auch viel daran ihre schmissigen Rocksongs ohne zuviel Schnörkel zu versehen um sie noch in ein Pop-Korsett zwängen zu können, etwas was den Norwegern von Motorpsycho erst gar nicht einfallen würde und was den Doves scheinbar immer wieder spielend leicht gelingt. Aber auch auf „Communion“ blitzt zwischenzeitlich ein wenig Genius durch, wenn „Everything Beautiful Must Die“ die zweite Scheibe eröffnet und der Hörerschaft eine Melodieführung wie vom „Bananen-Album“ der Velvet Underground beschert. Was zwischenzeitlich nur allzu gut zu funktionieren scheint, die Anhäufung von Orgelteppichen, Chören und Percussion, führt allerdings bei einigen Songs eher dazu sie zu überladen. Und immer nur Schema F zeugt wohl ebenfalls von ein wenig Einfallslosigkeit. Nichts desto trotz möchte ich von „Communion“ behaupten, dass es eins der besseren Alben der Bandgeschichte hätte werden können, wenn sie sich von einigen Lückenfüllern wie „Songs Of The Ocean“ oder „Digitarian Riverbank“ getrennt hätten.

Also: Das Konzept Doppelalbum geht wieder einmal nicht auf. Schon alleine deshalb nicht, weil The Soundtrack of Our Lives gar nicht über die musikalische Bandbreite verfügen um über zweifache Albumlänge angemessen unterhalten zu können. Die 24 Songs sind dabei überwiegend überzeugend, können aber zu keiner Zeit denen von „Origin Vol. 1“ das Wasser reichen.

Share Button

{ 1 Kommentar… read it below or add one }

1 RockinBen April 20, 2009 um 10:46 Uhr

Ja, mit den Doppelalben, da ist was dran! Aber dieses Cover, dass Versicherungen zur WErbung für Altersvorsorge dienen könnte, fasziniert mich irgendwie… Unglaublich!

Previous post:

Next post: