The Sounds – Uebel & Gefährlich Hamburg, 11.12.09

von theresa am 18. Dezember 2009

in Feierlichkeiten

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Wenn ich auch die ganze Woche eher mit anderen Dingen beschäftigt war, stieg meine Vorfreude am Freitag ins Unermessliche. Im Uebel & Gefährlich hatte sich die schwedische Band The Sounds angekündigt, um dem Synthierock-affinen Musikhörer zu zeigen, wie man einen vernünftigen Konzertabend zu verbringen hat. „Give it up for The Sounds, bitches!“

Matt & Kim als Toursupport zu engagieren, war, wie sich im Laufe des Auftritts herausstellte, eine sehr gute Wahl. Das Duo aus Brooklyn, New York, das für seine Musik nur Schlagzeug und Keyboard benutzt, verstand es, die Menge bereits nach wenigen Songs auf Betriebstemperatur zu bringen, und ich habe selten erlebt, dass das Publikum eine Vorband in diesem Maße feierte. Durch gekonnte Verrenkungen auf ihren Instrumenten sowie animierende Kommentare schufen sie eine vertraute Beziehung zur schwitzenden Zuhörerschaft, welches diese mit ausgelassenem Tanzen zu Hits wie „Daylight“ und „Yea Yeah“ quittierte.

Besonders angenehm im Uebel & Gefährlich fiel auf, dass sich trotz ausverkauftem Hause das Gedränge in einem akzeptablen Rahmen hielt, so dass man auch während des Umbaus nach Matt & Kim den Weg zur Theke riskieren konnte. Dies ging den Roadies jedoch schnell von der Hand, so dass bereits gegen 21 Uhr die vier Jungs der Sounds die Bühne betraten und mit einem Medley aus „Crossing The Rubicon“ und „Queen Of Apology“ die Show begannen. Hierbei begab sich Maja Ivarsson, die extrovertierte Frontfrau der Band, unter frenetischem Jubel zum zweiten Song ans Mikro.

„It’s all about guude Laune“, dachte sich wohl die Band und ließ technische Perfektion bei der Instrumentalisierung ihrer Lieder in den Hintergrund treten. Dies tat der Stimmung des Publikums allerdings keinen Abbruch, ganz im Gegenteil: Die Menge feierte ausgelassen, wobei festzuhalten ist, dass die Stücke des aktuellen Albums („Crossing The Rubicon“) verhaltener aufgenommen wurden. Ausnahmen bildeten hierbei hingegen „4 Songs And A Fight“ und „Beatbox“. Die Klassiker „Tony The Beat“, „Painted By Numbers“ und „Living In America“ stellten Höhepunkte des Konzerts dar. Ihrem Ruf als mitreißende Live-Band haben The Sounds an diesem Abend jedenfalls wieder alle Ehre gemacht, so sprang die als Rampensau bekannte Frontfrau in wildesten Bewegungen über die Bühne. Erwähnenswert ist aber auch die Performance der ungewohnt ruhigen Nummer „Night After Night“. Dieser Song wurde nur von Keyboarder Jesper Anderberg begleitet, während Maja die Fans dazu aufforderte, quasi selbstständig das Lied zu singen und den Bunker mit Wunderkerzen, Feuerzeugen und Handys zu beleuchten.

Als Besonderheit stellte uns die Band in der Zugabe ihr „sechstes“ Bandmitglied, den strohblonden 6-jährigen Anton vor, der „Song With A Mission“ mit zunehmendem Selbstbewusstsein durch Klanghölzer unterstützte. Nach „Hope You’re Happy Now“, 90 Minuten Ekstase, Schweiß, Abwechslung und vor allem ganz viel Sound konnte man schließlich zufrieden nach Hause gehen.

Foto: Pressefreigabe

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