The Sensational Skydrunk Heartbeat Orchestra – hinterland

von am 24. November 2011

in Musik!

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Okay, machen wir’s kurz. Ist besser für alle Beteiligten. Der Fairness halber muss ich voranstellen, dass man mich – bis auf ein paar Ausnahmen – mit Ska-Pop wirklich von jeder Tanzfläche jagen kann. „hinterland“ istaber nicht nur deshalb das gruseligste Stück Musik, das mir in diesem Jahr bisher untergekommen ist. Und lange dauert 2011 ja nicht mehr, womit hier ein persönlicher, heißer Anwärter für die furchtbarste Hififi-Platte des Jahres vorliegt. Ich kann verstehen, dass diese Art von Musik, insbesondere live, viele Anhänger findet. Wenn eine neunköpfige Ska-Band auf der Bühne loslegt, kann eine Energie entstehen, die die Masse spielend mitreißt.

Aber warum nicht mal etwas Originelles in dem Bereich machen? „hinterland“ versammelt die üblichen Song-Verdächtigen, die – von Stadtfest bis Rockfestival – in sehr ähnlicher Form schon tausend Mal irgendwo abgespult wurden. Hier gibt es energetische Hüpfsongs als Dutzendware mit Einflüssen, die vom abgestandenen Muckertum immer gerne als „Querbeet“ vorgestellt werden: Funk, Pop, Reggae, World- und Zirkusmusik. Einzige Ausnahme ist „Everything But You“, das zumindest mit einem spannungsgeladenen Bogen daherkommt, bevor das U2-artige Finale abgefeuert wird. Dazu natürlich eine Bläserfraktion, ein Sänger mit der richtigen Portion Soul in der Stimme (gähn!) und zu allem Übel auch noch Turntables, die die Stücke endgültig in den geschmacklichen Abgrund ziehen. Die Band hatte offensichtlich Spaß beim Einspielen. Leute, denen es egal ist, was da von der Bühne schallt – „Hauptsache Party!“ – wird ihn auch haben. Alle anderen werden sich mit Vergnügen als Spaßbremsen bezeichnen lassen und lieber gar nichts hören, als das hier. Ein zeitlos unoriginelles Album.

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