The Samuel Jackson Five – dto.

von JonesKorn am 7. Mai 2012

in Musik!

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Fast schon verlangt es der gute Ton, ein Album mit dem Bandnamen als Titel herauszugeben. Gerne passiert dies beim Debut oder doch wenigstens beim ersten nicht selbst in Papas Garage oder Muttis Keller produzierten Album. Das ist jedoch kein Muss und manchmal lässt sich eine Band damit auch etwas Zeit. So geschehen bei den Norwegern von The Samuel Jackson Five, deren vierter Studiolangspieler das Prädikat „self titled“ erhält.

Die instrumentalen Post Rocker aus dem hohen Norden warten mit einigen Überraschungen auf. Nicht nur, dass sich hier einige Spuren Progressive Rock wiederfinden, nein, es wird auch ein erstes Mal die Stimme eingesetzt. Das nicht nur als begleitendes mhm-mhmm-hmmm, sondern wirklich mit Text. Dafür haben sie sich sinnvollerweise Schützenhilfe geholt, so steuert beispielsweise Pål Angelskår, Sänger von Minor Majority, die Worte in „Tremulous Silence“ bei.

Auch lässt die Experimentierfreude von The Samuel Jackson Five nicht zu wünschen übrig. Da ertönen unter anderem Banjo, Glockenspiel, Klarinette, Saxophon und Violine neben Gitarre, Bass und Schlagzeug. Nicht gerade die Instrumente, die einem als erstes in den Sinn kommen, wenn man an Post Rock denkt.

Die fünf Skandinavier haben sich durchaus von dem Genre fortbewegt und sich selbst durch die Lyrics neue Impulse gegeben. Allerdings wirken gerade die Titel ohne Text auf The Samuel Jackson Five ausgereifter und runder. Und es bleibt nicht zuletzt die Frage offen, ob und wie das ohne eigenen wirklichen Sänger fortgeführt werden kann. Verstärkung? Umschulen? Wenn’s nach mir ginge, dann nicht. Und das kommende Album wäre wieder rein instrumental.

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