The Pirate Ship Quintet – Rope For No-Hopers

von JonesKorn am 31. Mai 2012

in Musik!

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Es ist fünf Jahre her, da haben The Pirate Ship Quintet mit ihrer selbstbetitelten 3-Stück EP debütiert. Damals wie heute, für “Rope For No-Hopers”, hat man mit Magnus Lindberg von Cult Of Luna einen Produzenten gefunden, der definitiv weiß, wie man guten Post Rock zustande bringt.

Noch mehr Gemeinsamkeiten zur EP: auch das damalige (CD) Cover, weiß mit schwarzen Schnörkelzeichnungen, ist dem heutigen stilistisch verwandt. Auch besteht das “Quintett” weder 2007 noch 2012 aus fünf Mitgliedern; aktuell sind es eher sieben. Und so ist es dennoch weiter The Pirate Ship Quintet, die auf “Rope For No-Hopers” den Post Rock um Trompeten und Cello bereichern, wobei das Cello die zentrale Rolle inne hat.

Damit ist auch schon eine wesentliche Eigenschaft im Vergleich zu anderen Genrevertretern ausgemacht. Dass man mit dem Cello erfolgreich zeitgenössische Musik auch härterer Gangart spielen kann, haben Apocalyptica unlängst bewiesen. Und auch den Briten gelingt dies sehr gut, beim Opener “Your’re Next” muss ich zunächst sogar an die so ganz andere Musik spielenden Apocalyptica denken. Die späteren Einlagen lassen diesen Vergleich aber nicht mehr zu.

Zugegeben, Violine und Cello treten bei mir eh offene Türen ein. Aber die Kompositionen wirken intelligent und nie überfrachtet. Im Gegenteil, aufgeräumt und klar. Zur rechten Zeit ein Tempo- oder Themenwechsel, gerne auch beides. Immer wieder folgen auch sehr ruhige Passagen, das abschließende “Doldrums” ist ein fast durchgängig ruhiges Stück. Zusätzliche fast gegensätzliche Akzente werden außerdem durch die extrem geschrienen Gesangseinlagen gesetzt, da kann man an etwas gesetzte Screamo/Hardcore Tiraden denken.

Die fünf Stücke bringen es auf amtliche 48 Minuten Spielzeit. Dabei lassen einen Titel wie “Dennis Many Times” oder “Horse Manifesto” zumindest ohne weitere Erläuterung über ihren Sinn rätseln; aber dafür ist ja jeweils reichlich Zeit. Direkt verwoben sind die Stücke nicht miteinander und trotzdem wirkt das Album als Ganzes am stärksten und es ist wirklich schwer einen einzelnen Anspieltipp zu empfehlen. Ich versuche es mit “That Girl I Used To Live In”. Oder doch mit einem der anderen Titel…

Wen es nicht stört, dass es praktisch keine brachialen Ausbrüche à la Cult Of Luna, Isis oder Tool gibt, für den ist “Rope For No-Hopers” schlicht und ergreifend eine wertvolle Bereicherung seiner Post Rock Sammlung.

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