The Number 23

von Sterereo am 25. März 2007

in Film ab!

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Was „Cable Guy“ nicht geschafft hat, versucht jetzt „Number 23“ – nämlich Jim Carreys Karriere endgültig zu zerstören. Zumindest die Karriere von Carreys Agenten hat der Thriller beendet, der wurde nämlich rausgeschmissen nachdem der Ex-Dummschwätzer die geschnittene Fassung gesehen hatte.

Dabei klingt „Number 23“ auf dem Papier durchaus überzeugend. Jim Carrey hat schon in „Der Mondmann“ und „The Truman Show“ bewiesen, dass er durchaus ernste Rollen spielen kann. Und auch die Regie ist mit Joel Schumacher („8mm“) vorzüglich besetzt. Da sollte ein ordentlicher Thriller um die Verschwörungszahl 23 eigentlich kein Problem darstellen. Eigentlich.

Es fängt alles – wie immer – ganz harmlos an. Der Hundefänger Walter Sparrow (Jim Carrey) wird von einer blöden Töle in den Arm gebissen und kommt deshalb zu spät zu seinem Rendezvous mit seiner Freundin Agetha (Virginia Madsen). Diese schwatzt ihm daraufhin das Buch „Number 23“ auf. Überraschenderweise gleicht die Romanfigur des toughen Cops „Fingerling“ (hier überfordert: Carrey) dabei Walter in erschreckenden Details seines Lebens. Innerhalb von wenigen Stunden verwandelt sich der nette Familienvater vollkommen unmotiviert in ein paranoides Wrack – inklusive Mordgelüste. Überall steckt die 23, im Namen seiner Frau, an Häuserecken und auf Hundemarken, und wenn es nicht die 23 ist, dann ist es die 5 (2+3) oder die 32 (23 rückwärts). Schon bald beginnt dieses hirnlose Zahlenschieben zu nerven, und kurz bevor die Story so langsam und mit viel Wohlwollen beginnt spannend zu werden, nimmt sie eine ätzende Wendung. Plötzlich ist die Frau der Freund und nicht mehr das Mordopfer, die Parallelhandlung aus dem Buch ist zuende erzählt und der Film wird zum Road-Movie der Wahrheitsfindung. Die Aufklärung hat zwar seine Aha-Effekte, ist aber sowas von gradlinig präsentiert, dass der finale „thrill“ einfach fehlt.

In allem also eher „Cable Guy“ statt „Mondmann“, mehr „Batman&Robin“ statt „8mm“. Der Film ist sicher kein Totalausfall, aber auf alle Fälle eine herbe Enttäuschung. Einzig die etwas an „Sin City“ erinnernde Präsentation der Parallelstory ist im Ansatz gelungen – wenigstens Etwas.

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