The National – High Violet

von Benjamin am 4. Mai 2010

in Musik!

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The National legen mit „High Violet“ wieder einmal wundervollsten Indiepop vor. Ein wenig melancholischer, dafür aber auch poppiger. Die spannendste Frage ist wohl, was nach der großartigen Platte „Boxer“ mit dem Übersong „Fake Empire“ noch kommen kann.

Eigentlich machen The National alles wie immer: Der Bariton von Matt Berninger steht im Mittelpunkt der Songs. Es sind ja auch die Geschichten wichtig, die damit erzählt werden. Fast schon Short Storys über nicht alltägliche Menschen und Schicksale, die aber überall zu finden sein könnten. In diesem alltäglichen-unalltäglichen Wahn steckt auch immer ein wenig Kritik an der Lebensweise der westlichen Welt. Musikalisch werden die opulenten Stücke von den vertrackten Rhythmen des Schlagzeugers Bryan Devendorf zusammengehalten. Darüber legen sich mehrere Schichten Gitarren, Keyboards, Bläser und Streicher. So funktionieren im Prinzip alle Songs. Ist nicht so eintönig wie sich das anhört: In „Afraid to everyone“ nimmt sich das Ganze ein wenig zurück, in „England“ wirkt das epischer, beim Opener „Terrible Love“ scheint im Untergrund alles zu vibrieren während darüber beruhigend eine Klaviermelodie und Backgroundgesang liegt. Wieder ein feines Album von The National, wobei die herausragenden Songs fehlen, die der Vorgänger „Boxer“ reihenweise zu bieten hatte.

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1 Sterereo Mai 4, 2010 um 11:12 Uhr

Vielleicht muss es auch nur wieder in dir etwas reifen. Schön, dass sich jetzt The National mir wieder auf den Plan rufen. Habe Boxer damals viel gehört. Übrigens auch Live ein echte Bank. Freue mich da schon aufs Haldern.

2 RockinBen Mai 4, 2010 um 14:13 Uhr

hm, wirkt die Rezi so negativ? Habe doch geschrieben, dass es ein „feines Album“ mit „wundervollstem Indiepop“ ist. The National können ja nciht mit jedem Album ein Jahrhundertalbum aufnehmen…
Ja, live großartig, fantastisch!

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