The Moonband – Denavigation

von am 15. Oktober 2011

in Musik!

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„The Moonband loves You!“ heißt es auf der Bandpage. Und das glaubt man ihnen aufs Wort. Hier hat sich jemand richtig viel Mühe gegeben, den Zuhörer miteinzubeziehen, ihm Wegweiser aufzustellen oder einfach zwischendurch in den Arm zu nehmen. Allein das Artwork ist wunderschön gestaltet und wurde 100%ig auf die Songs abgestimmt. Zwischen verspulter Nostalgie und kitschiger Romantik weiß man zunächst nicht genau, was davon zu halten ist. Zwölf Songs später ist man schlauer. Das zweite Album der Moonband aus Bayern ist schon etwas ganz Besonderes und ragt aus dem Stapel sogenannter „alternativer Folkbands“ weit heraus. Natürlich ist es nicht ganz unbedeutend, dass die Band aus Deutschland stammt. Keineswegs, weil man dann gewillt ist, ein paar Extralorbeeren nach dem Motto „Für eine deutsche Band ganz gut…“ zu verteilen, sondern, weil man sich einfach freuen kann, dass derart berückende Musik quasi nebenan entsteht und die Chance umso größer ist, sie ein oder mehrmals live zu erleben. „The Significance Of Denavigation“, wie die Platte vollständigerweise heißt, ist eine Trösteplatte, wie sie im Buche steht. Dabei verlassen sich Eugen Mondbasis und Co nicht nur auf eine Spielart. Altmodischer Countryfolk wechselt sich ab mit gut gelaunten Uptempo-Nummern und dem atmosphärischen Rauschen, wenn sich einer von ganz weit draußen meldet.

„Denavigation“ beginnt ähnlich atmosphärisch wie Swells Meisterstück „41“ aus dem Jahre 1994: Eine Tür wird geöffnet, jemand betritt den Raum, setzt sich hin und beginnt zu singen. Schon steht man mitten im stimmigen Mundharmonika-Folkklopper „Photosynthesis“. Mumford & Sons klingen im weiteren Verlauf ebenso an, wie Jason Collett aus dem Broken-Social-Scene-Umfeld, der viel zitierte Ryan Adams und vor allem The Magic Numbers, was neben der behutsamen Vortragsweise vor allem an dem schönen Wechselspiel der female/male Vocals liegt. Zum Einstieg sei hier das zwischen Schrägheit und Harmonie schwankende „Rock Me On“ empfohlen, in dem die Moonband all ihre Trümpfe ausspielt. Herzerfrischend!

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