The Mighty Stef – The Sins Of Sainte Catherine

von Hififi am 26. Juni 2009

in Musik!

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Es steht zu lesen Stefan Murphy möchte bis zu seinem 40. Lebensjahr ein dutzend Tonträger auf den Markt gebracht haben. Zwei Alben und eine EP gibt es bereits und er hat noch neun Jahre Zeit, also bedarf es einer Veröffentlichung jedes Jahr. Ein interessantes und ehrgeiziges Versprechen und Klappern gehört ja bekanntlich zum Handwerk. Sei’s drum, in diesen Tagen erscheint sein Debüt in Deutschland auf dem kleinen Langenberger Label Tonetoaster und macht Lust auf mehr.

In seiner irischen Heimat darf sich The Mighty Stef bereits seit einigen Jahren einer regen Anhängerschaft sicher sein und auch in den USA hat er sich bereits durch ausgiebiges Touren einen Namen gemacht, nun soll das europäische Festland von seinen Qualitäten überzeugt werden und mit „The Sins Of Sainte Catharine“ könnte das wohl ohne Weiteres klappen.

Selten gelingt es einem selbsternannten Singer/ Songwriter wie Stef, die verschiedensten Epochen populärer Musik so zu verweben, dass es eigentlich nicht weiter auffällt. So stört es auch nicht wirklich, wenn er sich offensichtlich bei den Großen bedient und was kann er schon dafür, wenn die stimmliche Nähe zu Nick Cave und Tom Waits nun einmal offensichtlich ist. Gleich der erste reguläre Track (das Intro nicht mitgezählt) „Sainte Catherine“ gleicht einer „Murder Ballad“ des Altmeisters Cave doch sehr und macht sich in jeder Hafenkneipe zwischen besoffenen Matrosen ganz hervorragend, Gerangel inbegriffen. Interessanterweise benennt Stef eher Elvis Presley und Johnny Cash als Vorbilder und nach anfänglichem Stirnrunzeln lassen sich auch diese Einflüsse herauskristallisieren. Das direkt an dritter Stelle folgende „The Days Of Wine And Roses“ gemahnt zwar wieder überwiegend an Nick Cave, basiert aber auf einer Country-Rhythmik, wie wir sie so von frühen Johnny Cash-Aufnahmen kennen. Zwischendurch gibt es ein paar warme Gospelchöre auf die Ohren, mit denen Elvis sicher zufrieden gewesen wäre.

Wer die guten, alten Wurzeln gerne mit Stef begehen möchte, der sei herzlich eingeladen, es gibt wenige, die Retro so verinnerlicht haben und dabei nicht ganz so alt aussehen.

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