The Mighty Stef – Plan B Bielefeld, 16.04.10

von Hififi am 21. April 2010

in Feierlichkeiten

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Beim Hören seiner Alben stellt sich berechtigterweise folgende Frage: Wie wird Stefan Murphy diese Breitband-Musik ohne Band auf die Bühne bringen? Wobei damit nicht unbedingt die Frage nach dem Wie als mehr nach der Qualität eine Rolle spielt. Die Antwort ist denkbar einfach: Es funktioniert perfekt, Stimme und Songs sei Dank!

Diese tiefe, durch Mark und Bein gehende Stimme, die Stef sein eigen nennen darf, erklärt sich unter anderem durch seine durchaus wuchtige, wie hochgewachsene Erscheinung, die durchaus erstmal überrascht. Und dort sitzt er nun, bewaffnet mit seiner Gitarre und einem Weizenbier und strahlt trotz anfänglichem Desinteresse des Plan B-Publikums pure Spielfreude aus. Da gibt es noch den 16-Jährigen Jugendclub, der einzig und allein deshalb im selben Raum sitzt wie der Künstler, da es der Raucherraum ist. Dementsprechend fühlen sich unsere Freunde ob der „Lärmbelästigung“ gestört und schreien eindrucksvoll gegen sie an, das Stef sogar seinen Song unterbrechen muss. Ein generelles Problem der heutigen Zeit, nennen wir es einmal ganz allgemein die Verrohung der Gesellschaft, die natürlich konsequenterweise auch nicht vor Kunstschaffenden halt machen kann. Aber es nervt und zwar richtig! Irgendwann werden sie doch ruhiger, schon allein weil das übrige Publikum immer lauter wird zwischen den Songs und so sogar das Interesse des Jungvolks wecken. Aber die Aufmerksamkeitsspanne der Jugend ist kurz. Am Ende der anderthalb Stunden steht ein furioser Auftritt bestritten mit Songs, die solo vorgetragen noch heller strahlen, als von der Konserve. Hier seien vor allem „Sail The Boats“ und die „Mörder-Ballade“ „Saint Catherine“ erwähnt, beide im selben Klangkosmos eines Nick Cave beheimatet.

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1 Hififi August 8, 2010 um 02:36 Uhr

Ach, und das sehe ich ja jetzt erst, was hat der der Stef da unter seinem Jäckchen an? Ein „The Real Thing“-Tour-Shirt. Wann wird er das wohl erstanden haben? ’89? Muss ja schon fast.

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