The Last Shadow Puppets – The Age of Understatement

von am 24. April 2008

in Musik!

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Mitte 2007 war es, als die Arctic Monkeys zusammen mit der Band The Little Flames mit Gitarrist Miles Kane auf Tour waren. Die Little Flames sind auf Eis gelegt, dafür wird Miles Kane’s neue Band The Rascals in England bereits ohne Ende gehypt und als neue Arctic Monkeys gehandelt. Alex Turner, Kopf der Arctic Monkeys freundete sich auf dieser Tour mit Miles an und beide entdeckten ihre Liebe zu Scott Walker und zum frühen David Bowie. So fanden sich beide im August 2007 in Südfrankreich zusammen, um gemeinsam an einem gemeinsamen Projekt zu arbeiten.

Das Produkt hört nun auf den Projektnamen „The Last Shadow Puppets“, das Album trägt den vielsagenden Titel „The Age of Understatement“. Für das Abmischen und das Orchesterarrangement haben sich die Beiden dann auch noch einen Herzenswunsch erfüllt und sich Owen Pallett dafür ins Studio geholt. Klingt nach Zutaten zu einem Hitalbum. Mit ordentlich Vorschusslorbeeren wurde das Projekt auch schon sowohl in England als auch Deutschland bedacht. Der Sound der Last Shadow Puppets ist auf alle Fälle anders als der der Arctic Monkeys oder der Rascals. Beide Musiker wollten offensichtlich einen erwachseneren Sound erschaffen, den sie wegen der Erwartungen an den Sound ihrer Hauptbands so nicht hätten erschaffen können. Das Ergebnis klingt auch tatsächlich völlig anders als die Arctic Monkey oder die Rascals. Das Orchester ist immer sehr präsent, der gemeinsame Gesang fast immer im Vordergrund, so entwickelt sich ein beinahe altmodischer Klang, in den bombastischen Momenten fast militärisch, in den ruhigeren Momenten fast wie in Chansons. Insgesamt ist das Ganze recht unterhaltsam und die Kompositionen sitzen alle perfekt und kommen dann zum Punkt, wann sie sollen. Eigentlich also alles gut, nur der viel beschworene finale Funke will einfach nicht zünden, ohne das sich genau ausmachen lässt woran das liegen könnte. Alex und Miles haben jedenfalls nichts offensichtlich falsch gemacht und scheinen ihr Handwerk zu verstehen. Liegt vielleicht einfach an den Bildern im Kopf, irgendwie klingt „The Age of Understatement“ nach einem Western in der UDSSR, nach Kaltem Krieg und Lagerfeuer, oder Cowboys auf Panzern, interessante Mischung eigentlich aber so recht will das eben dann doch nicht zusammenpassen.

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{ 11 Kommentare… read them below or add one }

1 Iain April 24, 2008 um 14:58 Uhr

bitte um Input für die richtige schreibweise von „gehypt“, sollte das so falsch sein ;o))

2 swo April 24, 2008 um 16:00 Uhr

ich würde den satz einfach umstellen und sie als den neuen HYPE deklarieren….
oder wenn man es eindeutschen möchte gehyped….klingt aber echt doof wenn man es auf deutsch „beugt“. man kann ja auch gehippt nennen……………aaaaaaaaaarrrrghhhhhhhhhh

3 Iain April 24, 2008 um 18:44 Uhr

hätt auch einfach werden gefeiert schreiben können, ab jetzt meine zukünftige alternative ;o)

4 RockinBen April 26, 2008 um 10:50 Uhr

Hm, ich habe mir das jetzt mal angehört: Ich mag das Album!

zum Hype kurz meinen Sempf (ja, mit „m“ und „pf“), extrem subjektive Wirkung des Worts!: „gefeiert“ trifft irgendwie nur einen Teil der Bedeutung. Hype bedeutet ja auch, dass es medial unterstützt wird, dass irgendwie ein Anschub ist, der von der „Industrie“ (ich zähle mal die Musikmagazine dazu) kommt. „Gefeiert“ ist für mich irgendwie mehr auf den Fan reduziert. Versteht einer was ich sagen will???

5 Iain April 26, 2008 um 12:24 Uhr

ich mag das album ja auch, aber ist eben nicht der geniestreich als das es deklariert wird, nett eben ;o)

6 otic April 28, 2008 um 09:52 Uhr

Wie war das noch?
‚Nett‘ ist der kleine Bruder von ‚Scheiße‘?!

Ich finde zumindest das Cover phantastisch.

7 Iain April 28, 2008 um 10:16 Uhr

in diesem zusammenhang ist nett wirklich positiv gemeint. eben gut, aber nicht genial.

das cover ist wirklich sehr cool, find ich auch

8 RockinBen April 28, 2008 um 11:01 Uhr

Muss mich mit dem Cover anschließen… Gibt es eigentlich irgendwo einen Hinweis, wer das ist?

Nun ja, Genial ist ja auch immer ein wenig zu hoch… Was mich persönlich beeindruckt hat: Ich hätte es keinem Arctic Monkeys Mitglied zugetraut, solch gute Musik zu machen!

9 Pynchon Mai 3, 2008 um 23:47 Uhr

Die Frau auf dem Cover? Das spielt in den 60ern, die Perle merkt irgendwann nach Mitternacht, dass ihr die Party doch nicht so gefällt, und sie zieht sich wieder an!

10 Pynchon Mai 3, 2008 um 23:48 Uhr

Ach ja, ganz vergessen, sie heißt Chantal…Chantal Fatale!

11 Pynchon November 7, 2008 um 19:17 Uhr

Ich muss bei allem Blödsinn, den ich zum Cover gequasselt habe, noch etwas zur Musik anfügen, die ich in der Zwischenzeit zur Genüge gehört habe:
Wenn auch das gesamte Album auch bei mir nicht vollends gezündet hat, ist eine Band, die einen Song wie „The Meeting Place“ komponiert hat, vorbehaltlos zu bewundern- und sei es nur für diesen einen Song!

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