The Kooks – Inside In/Inside Out

von Sterereo am 19. April 2006

in Musik!

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Wieder einmal etwas von der Insel. Die Briten schaffen es wie so einige vorher mit süßem Pop und frechen Gitarren direkt in mein Britpop-Herz. Locker-seicht kommt der Erstling daher, um sich selbst zu feiern. Keine Spur von Melancholie oder Nachdenklichkeit, einfach nur Spaß an der Musik und dass macht Spaß beim Hören.

Der erste Track ist gleich eine akustische Ode an die „Seaside“ und die Liebe (hach!) zu einem Mädchen. Doch durchaus positiv, wie erwähnt. Danach geht es vom Strand landeinwärts. Elektronische Gitarren, beschwörende Beats, eine aufgeregte (britische) Stimme zwischen sperrigen Indie-Rock, süßem Pop und den verschiedensten Einflüssen aus Funk, Soul, Ska und so weiter. Letztere sind wirklich nur arg vereinzelt anzutreffen. Im Gegensatz zu den Songs, die wohl demnächst in jedem Indieschuppen auf dem Plattenteller anzutreffen sind und damit die Mädels auf der Tanzfläche anzu… ihr wisst schon.

Die Songs sind mit rund 2 Minuten schön kurz und so dauert es keine 15 Minuten bis man zu den wahren Perlen des Albums vordringt. Sind Songs wie „Ooh La“ („She has been such a good girl to me“) schon ein Wegweiser in die richtige Richtung entfalten erst Nummer 7. 8. und 9. das volle Potenzial der Band. Wobei vor allem „Matchbox“ direkt ins Ohr und nie wieder aus dem Kopf geht. „The Kooks are out in the streets/Oh were gonna steal your signs/All of us, we’re going out tonight/We’re gonna walk all over your cars” – schomal feiner auf den Discoabend eingestimmt worden?

Dort fangen die Füße an zu wippen und der Sommer kann kommen. Das Album ist mit 14 Songs bepackt, die schon mal unverschämt eingängig klingen. Biederen Musiktheoretikern mag das Album zu belanglos sein, doch allen die einfach nur Spaß an guter Musik von der Insel haben seien die Kooks aller wärmstens ans Herz gelegt.

Noch ein paar Worte zu dem „The“ und seiner Legitimation. Angefangen hat die Band in ihrer jetzigen Zusammensetzung mit einer Coverversion von „Repitilia“ von der Mutter aller Retro-Rock „The“-Bands – Beweislage abgeschlossen.

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1 RockinBen April 19, 2006 um 19:55 Uhr

Das Album ist netter Sommersound. Bisschen Mitsingen, bisschen Spaß haben. Aber mein Problem damit: Wenn die Deutsch singen würden, dann könnte man sie als „Hund-am-Strand“-Klone beschimpfen… Aber wie gesagt: ICh finde das Album nett. Wie Hund am Strand auch.

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