The Kissaway Trail – Sleep Mountain

von am 12. April 2010

in Musik!

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Passend zum Frühlingsbeginn veranstalten The Kissaway Trail ein freudiges Fest. Sie hängen bunte Lampions in die Bäume, verteilen Blümchen und schreiten leichtfüßig zur Spitze ihres „Sleep Mountain“ empor.

Verliebt in die Liebe gibt’s hier ein Glöckchen und da ein Bling-Bling, wo sie sich vielleicht besser eins gespart hätten. Man könnte meinen, weiter oben auf dem Berg wird die Luft etwas dünn. Der Mangel an Sauerstoff kann eine krankhaft euphorische Wesensveränderung herbeiführen, oder vielleicht haben sie auch einfach am Wegesrand irgendwelche Pilze genascht, die ihre Klangwelt kaleidoskopartig erweitert haben. Der Opener „SDN“ beginnt recht vielversprechend, offen und fröhlich mit Arcade Fire-Chor und üppigen Orgeln. Man kann der Flora förmlich beim Erwachen zusehen. Das macht Lust auf mehr und das bekommt man dann auch, und davon eine ganze Menge. Es folgen ein Haufen großer, pathetischer Melodien, Geigen und wahrscheinlich ist auch irgendwo eine Harfe mit dabei. Ein Höhenrausch jagt den nächsten, bis der Schwindel einsetzt. Die vielen bunten Lichter ziehen schon verschwommene Kreise, aber der gravitätisch, melancholische Gesang drängelt weiter. Beim „Prelude“ angekommen, machen The Kissaway Trail endlich eine Erholungspause und dem „Sleep Mountain“ damit alle Ehre. Das Neil Young-Cover „Philadelpia“ lässt noch einmal aufhorchen, aber nur ganz hart gesottene Fans von rosa-roten Brillen und Glitzerwelten wollen bis zum Gipfel mit. Wer allerdings durchhält wird am Ende, mit „Three Million Hours“, noch einmal belohnt.

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