The Kills – Midnight Boom

von Benjamin am 18. April 2008

in Musik!

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Brettern VV und Hotel alias Alison Mosshart (Gesang, Gitarre) und Jamie Hince auf (Drums, Gitarre, Gesang) auf ihren ersten beiden Alben mit Blues-Punk los, so wird nun das Tempo rausgenommen und Midnight Boom ist beatorientierter. Das ganze passt nun auf Electro-Tanzflächen wie in die Alternativedisco und ins Jugendradio ohne Qualität zu verlieren.

Die Musik der Kills wird weiterhin vom sexy Gesang VVs und den verzerrten Gitarren dominiert, aber da auch irgendwelche alten Synthies und Beatmaschinen ihren Senf dazugeben, ist man zunächst überrascht. Das ganze erinnert dann manchmal an Gwen Stefani oder CSS („Cheap and Cheerful“) und an die Yeah Yeah Yeahs („Hook and Line“). In diesem Spannungsfeld wirkt das Album. Man will raus, tanzen, sich bewegen, die Nacht durchmachen, Tanzen auch auf Gräbern (wie es Jamie Hince neulich mit seiner Freundin Kate Moss den Alabama Song singend am Grab von Jim Morrison tat).

Auch wenn das Album nur 34 min lang ist, so hat man sich bis dahin ausgetobt. Auch wenn man in der Mitte des Albums bei „Black Balloon“ eine Atempause bekommt. Auch das abschließende „Goodnight Bad Morning“ lädt zum Träumen ein. Ein Wiegenlied, das nach dem ganzen tanzbarem Sound sehr gut tut. Handclaps, Gospelstrukturen, der Wechselgesang von Hince und Mosshart, das bekommt man beim Opener „U.R.A. Fever“, welcher das Außenseitertum abfeiert. Überhaupt stehen Andersdenken, Kunstfreiheit und Ekstase im Vordergrund. So wird in „What New York used to be“ die durch übertriebene Sicherheitsbestimmungen und zu viele Vorschriften kunstfeindlich gewordene Stadt New York bzw. deren Bürgermeister kritisiert.

Insgesamt trifft dieses Album den Zeitgeist, denn die HipHop/ Electro-Einflüsse durch die Unterstützung des Produzenten Alex Epton stehen dem Duo gut. Die für die Boulevard-Presse interessante Beziehung zwischen Topmodell Moss und Hince sorgt für zusätzliche PR.

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{ 3 Kommentare… read them below or add one }

1 Pynchon April 22, 2008 um 10:15 Uhr

Krass, das wusste ich gar nicht, dass der Hince-Typ auch in der Band spielt. Hatte bislang nur von ihm in der Gala gelesen, vonwegen neuer Kate Moss-Typ. Hatte anfangs nicht gedacht, dass die zusammen bleiben, von wegen Pete Doherty-Ersatz-Verschnitt, habe aber jetzt gelesen, dass Kate Moss eine Expertion für weisse Magie konsultiert hat, um den Doherty-Einfluss abzumildern, damit dass auch mit der Hince-Beziehung klappt!
Anyway, klasse Album- yeah yeah yeah!

2 swo April 22, 2008 um 22:59 Uhr

soso…in der gala gelesen….

3 alex Mai 7, 2008 um 19:09 Uhr

wie ich finde, ein sehr schönes album.

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