The Killers – Day&Age

von krati am 23. November 2008

in Musik!

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Nach einem ziemlich trashigen Schock wird nach und nach klar, dass es sich beim neuen Album des Quartetts um eine Platte handelt, die nach dem berühmten „Reinhören“ ein killerstypisches Pathos mit schlagerartigem Beigeschmack entfaltet. Gewöhnungsbedürftig, aber mit eigenem Charme.

Die Experimentierfreudigkeit merkt man auch diesem Album der Band aus Las Vegas direkt an. Wenn auch in leicht veränderter Form im Vergleich zum Debüt „Hot Fuss“ oder „Sam´s Town“, die mit eher rockiger Melancholie beeindruckten. Schon zu Beginn lässt „Losing Touch“ vermuten, dass es den Jungs daran gelegen sein könnte neue Fangruppen in Bereichen der Großraumdiscos zu erschließen, da die vertrauten Synthie-Rhythmen doch sehr tanzbar daher kommen auch wenn Flowers Gesang freudige Gedanken an Freddy Mercury aufflattern lässt.

Dieser Mix von verrückten Ideen wird auch weiterhin nicht vermisst. Durch ein buntes Gemisch aus poppigen und zeitgemäßen Elementen, countrymäßig erscheinenden Passagen und „Ureinwohnergesang“, sowie dem vermehrten Auftreten von Blechbläsern macht sich schnell gute Laune beim Zuhörer breit. Die Musik macht Spaß. Die kurzfristige Reise durch schlagerverdächtige Schunkellieder, die 60er oder durch 70er Jahre Pop kommt allerdings mit „Goodnight, Travel Well“ zu einem Ende, indem hier ein Stück der alten Killersmelancholie durchblitzt.

Alles in allem ein sehr interessantes Album mit vielen guten, aber auch vielen weniger guten Experimenten, an dem Gefallen gefunden werden kann, aber definitiv nicht muss.

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