The Hirsch Effekt / Caleya – Apogaeum / Perigaeum

von Pynchon am 20. November 2010

in Musik!

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Die ausgefallenen Bandnamen und der ziemlich sperrige Titel (der, wie der fleißige Rezensent pflichtschuldigst recherchiert hat, den nahesten und fernsten Entfernungspunkt des Mondes auf seiner Umlaufbahn um die Erde bezeichnet) lassen schon mal gleich ein höchst ambitioniertes Projekt erahnen, dessen Entstehungshintergrund auch einer knappen Erklärung bedarf: Bei The Hirsch Effekt und Caleya handelt es sich um zwei befreundete Gruppen, die sich zu einer so genannten Split-Veröffentlichung entschlossen haben und mit „Apogeum / Perigaeum“ eine aus vier Stücken bestehende EP vorlegen, die – soviel Exklusivität muss sein – in einer limitierten Stückzahl von 500, davon die ersten 100 im schmissigen roten Vinyl, erscheinen wird.

Die ersten drei Songs, die bereits auf dem im Frühjahr erschienenen Debütalbum von The Hirsch Effekt erschienen sind, werden nun in einer Art Kammerorchesterversion eingespielt, die unter anderem mit Cello, Saxophon, Akkordeon, Klavier und Chorgesang auftrumpfen. Überflüssig zu betonen, dass den Musikern wenig an herkömmlicher Popmusik und 08/15-Songstrukturen gelegen ist. Stattdessen überzeugen sie mit einer experiementellen Instrumenten-Vielvalt, faszinierend-intimen Klängen und anspruchsvollen deutschen Texten.

Den Abschluss steuert die ebenfalls aus Deutschland stammenden Caleya mit dem Song „Amygdala“ (keine Frage, die Jungs mögen es anspruchsvoll-sperrig) bei, und diesmal sind auch Bass und Schlagzeug beteiligt. Eine energiegeladene, aber letztlich doch weitaus eingängigere NuRock-Nummer mit obligatorischem Schreigesang, die mich doch nicht so fesselt wie die The Hirsch-Effekt-Stücke.

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