The Happy End – Echoes Of Jericho

von Hififi am 21. Juli 2010

in Musik!

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Förmlich erschlagen befindet sich der Hörer von „Echoes Of Jericho“ direkt vor der Wall of Sound, die sich kilometerweit in den Himmel auftürmt und über die wohl so schnell keine neue Band mehr hinüberklettern können wird. Aber warum auch? Ehrfurcht ist hier angebracht, es darf also ein wenig ent- bzw. begeistert aus der Wäsche geschaut werden, denn mit solcher Kompromisslosigkeit wird gar selten musiziert in solch „harten Zeiten“.

Da lässt sich doch jetzt leicht wieder die Shoegaze-Keule zücken, aber die wird uns ja mittlerweile ständig vor den Latz geknallt. Dann vielleicht doch eher King Crimson, die gelegentlich langsamen Stoner Rock mit Ride-Gitarren kombinieren, um sie aufzutürmen, wie es ein z.B. ein „Leave Them All Behind“ so unnachahmlich vorexerzierte. Und da kommen die Berliner eben ansatzweise heran, aber sind dann doch wieder viel zu sehr Prog – oder doch eher Psych? – um einfach nur auf die schon erwähnte Wall of Sound zu setzen. Es sei mir verziehen, aber angesichts solch epischer Space-Rocker wie „All Different Drugs“ und „Turn The Sun Down“ fallen spontan die frühen Secret Machines ein. Nicht weil deren drittes und aktuelles Album nicht ähnlich ausladend geraten wäre, aber qualitativ sind The Happy End wesentlich näher an einem Meilenstein wie „Now Here Is Nowhere“, als an dem etwas halbgaren Letztwerk der New Yorker.

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