The Flames – Caution: Heat Inside!

von Pynchon am 1. April 2009

in Musik!

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Das Album-Cover lässt schon mal Subversives erwarten, „Warning – Hot Surface – Do not touch“ wird da gedroht, doch ich nehme allen Mut zusammen und bugsiere die heiße Wahre in den CD-Player.

So gefährlich wie befürchtet oder auch erhofft sind „The Flames“ dann aber doch nicht, im Gegenteil geht es sogar ein bisschen bieder los: „Don´t wanna leave“ ist ein unspektakulärer Popsong mit durchaus feiner Melodie, mit „Lunatic Dreams“ geht es im gleichen eingängigen Stil weiter. Spätestens bei „You hate me“ muss ich an Radio-kompatiblen Talent-Contest denken, was für Liebhaber von 08/15- Songstrukturen durchaus nicht verkehrt sein muss, sich für mich aber allzu harmlos und glatt anhört.

Die Popsongs der sechziger Jahre klingen immer mal wieder durch, wie in „Shake me“ (if you want me), einem gutgelaunten Ohrenschmaus, der jedoch keine lange Halbwertzeit besitzt und eher zum schnellen Konsum geeignet ist. Auch auf süffige Liebessongs verstehen sich die Jungs, wie sie in „Beautiful Nowhere“ beweisen, einer Liebesballade mit schmachtenden Background-Vocals und den dazugehörigen Herzschmerz-Zeilen wie: „No more birds singing in the sky“.

Dazwischen auch mal wieder eine schöne Pop-Nummer wie „On my own“, die mich an „Whistle for the Choir“ von den Fratellis erinnert und die ich mir gern anhöre. Daneben gibt es aber insgesamt doch viel Leerlauf, säuseliges wenn auch stets gutgelauntes „Da-da-dab-da da“ und dergleichen. Wenn die Flames dann doch mal ein wenig auf härter machen wie in „I quit“, klingt das leider ziemlich aufgesetzt. Aber immer noch besser als die Möchtegern-Ballade „Where you are“, die leider musikalisch völlig verunglückt ist.

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