The Finest Noise – Die DVD

von Pynchon am 25. September 2011

in Film ab!

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Zu ihrem 15. Geburtstag lassen sich FinestNoise nicht lumpen und bringen eine DVD mit einer Auswahl der Bands heraus, die schon mal mit dem Label zusammen gearbeitet haben.

Heraus kommt eine abenteuerliche, aber gerade deshalb sehr reizvolle Mischung aus unterschiedlichsten Musikstilen und insgesamt 24 von den Bands selbst produzierten Videos, die großenteils den Charme ehrlicher Do-it-yourself-Heimarbeit verströmen, teils sichtlich amateurhaft, aber wie der Name schon sagt, halt auch mit Liebe gemacht.

Wie heterogen es auf der DVD zugeht, wird gleich am Anfang klar, wenn auf das klamaukige Video von 2ZuEins!, die einen „uh la la la“-Gute-Laune-Song beisteuern, das heisere Speed Metal-Gekreische von Bloodspot folgt, die ihr verschwitztes Headbanging in einem Hobbykeller vorführen. Richtig poetisch drauf sind die kreischenden Jungs von Boiler, die mit ihren Reimen verzaubern: „Willst du für mich tanzen? Ich zeig dir meinen Ranzen! Willst du vor mir knien? Der Unschuld dich entziehn?!“

Neben Metal und Spaß-Pop gibt es auch schunkelige Balladen (von Boris Gott), Punkrock (etwa von Chasing for Glory), Indie-Rock oder melancholischen Indie-Pop zu hören, letztes von Noise Capital, die zu ihrem gelungenen Song „For those who listen“ eines der interessantesten und auch besten Videos vorlegen: „We are here to slow you down“, singen sie programmatisch, während alte Schwarzweiß-Großstadtaufnahmen aus dem San Francisco des frühen 20. Jahrhunderts zu sehen sind. Im Gegensatz dazu kommt das Video der Metal-Band „Everwaiting Serenade“ recht krude und prollig rüber, was aber immerhin so gewollt ist.

Auch die ungewollt komischen Videos machen natürlich viel Spaß, aber an dieser Stelle will ich lieber noch was positives zur Sprache bringen: Zum einen die Band Lamps of Delta, die einen wirklich feinen Indie-Rock spielt und mit „One Life is not enough“ den für mich besten Song der Compilation abliefert, und die Jungs von Thirteen Days, die für ihren Green Day-inspiriertem Teenie-Punk mit einfachen Mitteln ein ziemlich professionelles Video auf die Beine gestellt haben, das zwischen Bandimpressionen beim Straßen-Gig und Spielszenen aus der Vorstadt-Siedlung (oder wo auch immer) wechselt.

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