The Fast Forwards – Lost In The Light

von JonesKorn am 5. Dezember 2011

in Musik!

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Die vier Schweden von The Fast Forwards spielen bereits seit 2007 zusammen, bringen mit „Lost In The Light“ jedoch erst Ende 2011 ihren ersten ausgewachsenen Langspieler auf den Markt. Und wenn man sich das so anhört, möchte man glatt sagen: endlich, wurd‘ auch Zeit!

Aber langsam. Seit der Gründung in 2007 wurden einige Konzerte, Festivals und Tourneen gespielt. Nicht nur in Schweden, auch England und Deutschland wurden bereist. Ihr Titel „Don’t Let Go“ gefiel Sony Ericsson für Werbezwecke, es wurden Songs mit Mando Diao produziert und in 2010 folgte mit dem selbstbetitelten The Fast Forwards das erste kurzspielige Minialbum, aufgenommen in Eigenregie. Und nun endlich, dieses Jahr, folgt mit Lost In The Light das großformatige Debutalbum.

Gespielt wird Indierock im leichten Popgewand, wie er derzeit allerorten zu hören ist und geliebt wird. Trotzdem schafft das Quartett es, sich Gehör in der Menge zu verschaffen. Der Opener „All My Life“ hat Potential und wird als erste Singleauskopplung (18. November 2011) das Zugpferd spielen. Auch das nächste Stück „Felicia“ (das mir auf dieser Scheibe am besten gefällt) liegt mir nach Tagen ebenso noch in den Ohren, wie das darauf folgende „The End“. Die ersten drei Titel sind auf jeden Fall geeignet, um Tanzflächen ordentlich zu füllen und nichts als schweißgeschwängerte Luft zu hinterlassen. Zu lesende Vergleiche mit Mando Diao oder Interpol sind nicht gänzlich von der Hand zu weichen, ich denke aber, The Fast Forwards sind dann doch noch eine Spur poppiger. Und das ist überhaupt nicht schlimm. Im Gegenteil, ich würde mich freuen, wenn sie mal etwas Rotation im Radio bekämen.

Zur Mitte hin fällt der Pegel dann aber doch etwas ab, schließlich muss auch noch Luft nach oben für weitere Alben bleiben. Der meiner Meinung nach schwächste Titel „Mother Divine“ wirkt deutlich weniger inspiriert und inspirierend, fast überkommt einen die Angst, dass der tolle Start nur ein kurzes Leuchtfeuer war, das schnell verpufft. Aber dann fangen The Fast Forwards sich wieder, präsentieren einige weniger radiotaugliche Titel, die ihren eigenen Charme entwickeln und dann auch etwas mehr Konzentration und Aufmerksamkeit erfordern. Sehr schön: „Enough Is enough“, das übrigens nichts mit dem gleichnamigen Song von Chumbawamba zu tun hat.

Insgesamt wirken die Melodien auf „Lost In The Light“ oft etwas munterer, als der beiliegende Text es dann vermuten lässt. Ein interessanter Gegensatz, der dazu beiträgt, die Spannung zu erhalten.

Fazit: unbedingt einmal ausprobieren. Entweder das Album oder live. Ab Ende November geht es bis Mitte Dezember auf Tour durch Tschechien, Österreich und auch Deutschland und wer die Gelegenheit hat, sollte da mal vorbeischauen. Es könnte sich lohnen!

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