The Dodos – Luxor, Köln, 09.06.2008

von am 12. Juni 2008

in Feierlichkeiten

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Dritter Tag der Fußball-Europameisterschaft, die Niederlande führen 2:0 gegen Italien, Martin Jondo beschallt gerade das ausverkaufte Kölner Palladium, in dem Duffy an diesem Abend ihr erstes Köln-Konzert geben wird. Eine handvoll Musiknerds war Duffy dann aber wohl doch zu Mainstream und so fanden sie sich im Kölner Luxor ein.

Zuerst wurde Fußball geguckt, da der eigentlich für 21 Uhr geplante Konzertbeginn mangels Publikum kurzerhand um eine Stunde nach hinten verlegt wurde. Also erst einmal Gouda gegen Mozarella. 22 Uhr betraten dann The Dodos wortlos die Bühne, zu diesem Zeitpunkt hatten sich immerhin schon knapp 40 Menschen eingefunden. Meric Long und Logan Kroeber schienen auch sichtlich angefressen darüber zu sein, dass nur so wenige da waren, ließen ihrem Unmut dann aber nur über etwas lautere Interpretationen ihrer Songs Luft. Die wenigen Anwesenden regte die energiegeladene Mischung aus Country, Folk- und Bluesrock dann aber doch zum stimmungsvollen Mitwippen an, zu tanzen hat sich bis auf ein, zwei Menschlein dann doch niemand getraut. Die Dodos machten einen souveränen Eindruck, in der Mitte des Sets ließ sich Sänger Meric dann sogar mal zu so etwas wie Konversation mit dem Publikum hinreißen, als er fragte ob jemand wisse, wie das Fußballspiel ausgegangen sei, dabei beließ er es dann aber auch. Beim besten Song „Fools“ zerrockte Meric Long dann sogar seinen Stuhl, da er während seines schnellen, leidenschaftlichen Gitarrenspiels so heftig mit dem Fuß mitstampfte und auf und ab wippte, dass die Sitzfläche irgendwann nachgab. Sein Ersatzstuhl hat dann aber den Rest des Sets tapfer durchgehalten. Duffy soll ihre Fans an diesem Abend nur knapp 70 Minuten beglückt haben, das war bei den Dodos auch nicht anders. In ihrem Repertoire haben die Dodos viele fröhlichwarme Folkstampfer, ein Problem daran: auf Albumlänge sind die Songs so homogen, dass man manchmal das Gefühl hat, den Song schon gehört zu haben, obwohl es sich laut Benennung und Lyrics um einen anderen Song handelt, soll heißen, es entstehen einfach Längen – auch bei nur knapp 70 Minuten Live-Spiel – die auch durch extreme Leidenschaft des Laufvogelduos nicht ganz genommen werden. So bleibt insgesamt ein schönes Konzert in Erinnerung, nicht mehr, aber eben auch nicht weniger.

Zum Drummer Logan Kroeber bleibt noch zu sagen, Schnäuzer sah schon bei Brandon Flowers dämlich aus und hey Magnum ist nun auch einfach schon 20 Jahre her.

Photos by aatsphotography

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{ 4 Kommentare… read them below or add one }

1 swo Juni 12, 2008 um 20:23 Uhr

palladium?….wo denn nu?

2 Iain Juni 12, 2008 um 20:31 Uhr

na dodos im luxor, steht doch da ;o)

3 Sterereo Juni 12, 2008 um 21:04 Uhr

Martin Jondo im Palladium, wer lesen kann … 😀

4 swo Juni 13, 2008 um 14:22 Uhr

wer lesen und schreiben kann…jaja

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