The Disciplines – Virgins Of Menace

von am 29. März 2011

in Musik!

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Posies? Legende!

Big Star? Legende!

The Disciplines arbeiten noch dran. Wobei mit ‚Legende‘ eher ‚Geheimlegende‘ gemeint ist, auch wenn Ken Stringfellow seit einiger Zeit REM bei ihren Liveauftritten unterstützt. Der Mann hat seine Finger in so vielen Töpfen, dass es schwerfällt, den Überblick zu bewahren. Mit den Posies hat er den Powerpop erfunden, Big Star wieder auf die Beine geholfen, bei Peter Bucks Minus 5 ausgeholfen, mit White Flag und Lagwagon gerockt und bei unzähligen weiteren Projekten und Bands mitgewirkt. Stringfellow ist quasi der Dave Grohl des Powerpop, nur dass er nicht annähernd so populär ist wie das Grinsegesicht aus Ohio. Mit „Virgins Of Menace“ legt er nun das zweite Album vor, dass er zusammen mit den Ex-Briskeby-Norwegern Bjørn Bergene und Bård Helgeland unter dem Namen The Disciplines aufgenommen hat. Wie bereits beim Vorgänger „Smoking Kills“ verbinden sich hier knackige Garagenpunkrocker mit dem typischen Stringfellow-Markenzeichen: unwiderstehliche Melodien. Dabei gibt es einen Querschnitt durch die Geschichte des Rock’n’Roll. Glamouröser Glamrock, Sixties-R‘n’B mit viel Punk und Powerpop-Appeal. Stringfellow dominiert und steuert das Geschehen, indem er konsequent bei allen Stücken die Frontsau raushängen lässt, was den Energielevel der Stücke zusätzlich pusht. „For You I Walked Over The Line“ glänzt am Schluss zum Beispiel mit einer stimmigen Screaming-Jay-Hawkings-Grunz-Hommage und bei „Kill The Killjoy“ haut die Band einen Knaller raus, der sich problemlos gegen „Everlong“ der Foo Fighters durchsetzen könnte. Gelegentlich fahren die Disciplines etwas zu sicher auf der glattasphaltierten Powerpop-Road. So erinnert das mittelmäßige „Some Kind Of Sickness“ etwas unangenehm an Green Day. Nichtsdestotrotz ist „Virgins Of Menace“ nahe dran an der Rock-Perfektion.

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