The Dead Weather – Sea Of Cowards

von Hififi am 11. Juni 2010

in Musik!

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Jack White verspielt langsam aber sicher seinen Bonus. Sucht er was Fleiß und Produktivität angeht fast seinesgleichen, bedeutet dies heutzutage leider nicht mehr, dass das Ergebnis zu überraschen oder gar zu begeistern vermag.

Die White Stripes drehen sich bereits einige Zeit um die eigene Achse und haben deshalb wohl vorerst die Nase voll voneinander. Und mehr als ein Raconteurs-Album hätte die Welt sicher nicht gebraucht, was (so tragisch es auch sein mag) ebenfalls für „Sea Of Cowards“ gilt, dem zweiten Album des zweiten Nebenprojekts. Dicke Hose-Rock ist es geworden, angelehnt an der Band, die diese Richtung aus der Taufe hob und an ihren Egos zerbrach: Led Zeppelin. Sicher haben die elf Songs ihre Momente und den Freunden der guten, alten Rockmusik wird einiges geboten. Einfach zu wenig für die so-called-Supergroup. Schließlich ist mit Alison Mosshart (The Kills) eine knallharte, wie arschcoole Frontfrau integriert, die sich allerdings stimmlich mal so gar nicht von Jack White unterscheiden lässt, das es zum verzweifeln ist. Zumindest sitzt der Kopf des Ganzen hinterm Schlagzeug, sodass sich Dean Fertita von den Queens Of The Stoneage für die etwas gewöhnlichen Gitarrenriffs verantwortlich zeigt, die sich gelegentlich angenehm mit den Bassläufen (Jack Lawrence von den Raconteurs) beißen. Die Hoffnung stirbt sicher zuletzt, aber da muss demnächst wirklich was kommen aus dem Hause White, sonst wird’s langsam eng.

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