The Cinematics – Love and Terror

von Benjamin am 13. Oktober 2009

in Musik!

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„Love and Terror“ benennen The Cinematics ihr wesentlich organischeres Zweitwerk. Klar, die The Cure und Joy Division Referenzen bleiben, doch klingt der düstere Post-Punk-New-Wave-Indie-Rock der Schotten nicht mehr wie Kopie der beiden großen 80er Bands. The Cinematics machen den Soundtrack zum Fußweg durch verregnete Großstadtstraßen auf dem Weg zum Lieblingsclub.

Herbstlaub auf Friedhöfen in der Abenddämmerung – auch diese Assoziation kommt beim Hören von Love And Terror. Das Album ist durchaus abwechslungsreich: Am Ende des Titeltracks denkt man an das Gitarrenspiel von The Edge aus den späten 80er. Aber auch Editors kommen in den Sinn (der Refrain von „Lips taste like tears“). Die Stimme von Sänger Scott Rinning ist dunkel, jedoch melodiös und vor allem wandlungsfähig. Gelegentlich muss man sogar an David Bowie denken. Was beim ersten Hören oft düster und kahl wirkt, entwickelt sich bei genauerem Hinhören als emotional und wärmend. Der Bass ist druckvoll und treibend, die Synthies bleiben ein wenig im Hintergrund und das Schlagzeug wird direkt auf den Punkt gespielt. Eine Woche nach diesem Album erscheint im übrigen das neue Machwerk der Editors. Ich bin gespannt, wer in diesem Vergleich die Nase vorn hat, meine Stimme bekommen jedenfalls The Cinematics.

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