The Black Keys – Brothers

von Benjamin am 20. Mai 2010

in Musik!

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Komisch, man hört so selten von The Black Keys, nur dass es mal wieder ein neues Album gibt. Sie machen einfach ihr Ding und ihr Ding ist eigentlich dreckiger, rockiger Blues. Diese Scheibe ist zwar auch dreckig, der Bluesanteil ist aber ein wenig geschrumpft und es wird ein wenig souliger und tanzbarer.

Wobei: Die letzte Veröffentlichung war eine HipHop-Scheibe mit vielen Rap-Stars und nannte sich Blakroc. Das letzte offizielle Black Keys Album „Attack & Release“ von 2008 wurde von Danger Mouse produziert, der auch auf „Brothers“ bei einem Track („Tighten Up“) seine Finger im Spiel hat. HipHop und Danger Mouse haben Spuren hinterlassen und trotzdem ist es ein richtiges Black Keys Album. Hört man sich „The only one“ an, glaubt man kaum, dass da Dan Auerbach singen soll: Kehlkopfstimme singt Soul und eine Orgel spielt auf. „Too afraid to love you“ hat auch ein Tasteninstrument, welches ich noch nicht identifiziert habe und es entführt einen zu Aretha Franklin und Co. Die Beats sind tight wie immer, Dan Auerbach singt weiterhin über einsame Menschen und unglückliche Lieben, nur die Gitarre tritt ein wenig in den Hintergrund. Wobei es noch genügend Soli („Sinister Kid“) und andere vertrackte Gitarrenparts gibt, nur halt weniger Garage. Wer die ersten drei Black Keys Alben für den trockenen Blues liebte, der wird hier was zu meckern finden, wer den Weg der Band insgesamt spannend findet, der sieht in diesem Album eine konsequente Weiterentwicklung und wird auch „Brothers“ lieben. Ich gehöre zu den letzteren.

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